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Michael Diederich sieht weder Banken noch Unternehmen unter Druck

Der Chef der Hypo-Vereinsbank zeigt sich optimistisch, dass weder Unternehmen noch Banken mit Engpässen zu rechnen haben. Zumindest müsse man die Lage differenziert sehen. Der Marktanteil seines Instituts bei Förderkrediten für von Covid-19 betroffenen Unternehmen ist 1,5 Mal so hoch wie der Anteil der Bank bei klassischen Unternehmenskrediten.

Michael Diederich, Chef der Hypo-Vereinsbank, 2019 in Tel Aviv | Foto: picture alliance

Der Chef der Hypo-Vereinsbank, Michael Diederich, zeigt sich mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage entspannt. Der 55-Jährige sieht weder eine Kreditklemme noch Schwierigkeiten für Banken.

"Unser Haus hat in den vergangenen vier Jahren viel gemacht, etliche Risiken aus der Bilanz genommen, das Eigenkapital gestärkt und die Kosten massiv gesenkt", fasst er in einem Interview mit der FAZ zusammen.

Neue Strategie für die HVB

Unter anderem hatte die HVB 1300 Stellen gestrichen. Aktuell werden außerdem Anteile aus dem Firmenkundengeschäft integriert, alle Services noch stärker als bisher digitalisiert und eine Multi-Channel-Strategie umgesetzt, wie Privatkundenvorstand Jörg Frischholz im Gespräch mit FinanzBusiness erläuterte.

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"Und das, was wir unternommen haben, haben viele andere im Bankensektor auch gemacht. Deshalb bin ich auch nicht zu optimistisch, wenn ich sage, dass es keine zweite Bankenkrise geben wird", so Diederich weiter. Dank guter Kapitalquoten erwartet er, dass Kreditausfälle trotz steigender Risikovorsorge gut verkraftet werden können.

Marktanteil bei Corona-Förderkrediten höher als bei klassischen Unternehmenskrediten

Die Hypo-Vereinsbank hat Diederich zufolge, der seit 2018 Vorstandssprecher des Instituts ist, eineinhalb Mal so viel Marktanteil bei Förderkrediten für von Covid-19 betroffene Unternehmen als bei klassischen Unternehmenskrediten. Es gebe "aktuell so gut wie keine Wertberichtigung" in den Büchern, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen.

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