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Senioren zeigen geringste Risikoaversion während Corona-Pandemie

Über alle Assetklassen hinweg haben Anleger im ersten Halbjahr deutlich mehr gekauft als abgestoßen, zeigt eine Auswertung der ING Deutschland. Am beliebtesten waren Aktien - besonders bei Senioren.

Foto: picture alliance/imageBROKER

Die Corona-Pandemie hat Privatanleger nicht dazu veranlasst, sich von den Kapitalmärkten abzuwenden - im Gegenteil. Zu diesem Fazit kommt eine Auswertung der ING Deutschland, die am Donnerstag (3. September) vorgelegt wurde.

"Viele haben die Situation zum Börseneinstieg genutzt. Insbesondere bei den Kunden unter 40 Jahren haben wir in den letzten Monaten eine stark erhöhte Nachfrage nach Depots gesehen."

Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen, ING Deutschland

"Viele haben die Situation zum Börseneinstieg genutzt. Insbesondere bei den Kunden unter 40 Jahren haben wir in den letzten Monaten eine stark erhöhte Nachfrage nach Depots gesehen", sagte Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei der ING Deutschland.

Kundensegmente offenbaren Unterschiede im Anlageverhalten
Während das Segment der unter 40-Jährigen durch erhöhte Nachfrage bei Depoteröffnungen auffiel, erwarben Kunden ab 75 Jahren im Vergleich zu anderen Altersgruppen anteilig am meisten Aktien, gemessen am Gesamtvolumen aller von ihnen erworbenen Wertpapiere (inkl. Sparplänen), heißt es weiter. Dagegen trennten sich in der Gruppe der 25-34-Jährigen mehr Menschen von der Assetklasse Aktien als in allen anderen Alterssegmenten.

Anstieg der Handelsaktivität um knapp 50 Prozent
Während die Kunden der Bank im Vergleichszeitraum 2019 durchschnittlich 12,6 Trades vornahmen, schnellte die Zahl der Transaktionen im ersten Halbjahr 2020 auf 18,8 (inklusive Sparpläne). Berücksichtigt wurden mehr als 710.000 Depot-Kunden, die mindestens einen Trade, inklusive Sparpläne, in den ersten sechs Monaten im Jahr 2020 getätigt haben, teilte die Bank weiter mit.

Aktien am beliebtesten, Hebelprodukte häufiger verkauft als gekauft
Klarer Favorit der Kunden sind Aktien mit einem Anteil von jeweils 68 Prozent am Kauf- und Verkaufsvolumen. Während sich die Dividendenpapiere bei Käufen und Verkäufen exakt die Waage halten, belegen ETFs bei Käufen mit 15 Prozent den zweiten Rang und bei Verkäufen mit elf Prozent den dritten Rang. Hebelprodukte wiederum kommen bei Käufen mit elf Prozent bei Käufen auf den dritten Rang, wurden mit 14 Prozent indes häufiger verkauft und kommen auf den zweiten Platz.

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