Allianz Bezahl-App fällt Wirecard-Skandal zum Opfer

Neues Ungemach für Wirecard: Der Versicherer Allianz nimmt eine App vom Markt, die auf einer Lösung des Bezahldienstleisters beruht.
Die Zentrale der Allianz in München. | Foto: Quelle: Allianz SE
Die Zentrale der Allianz in München. | Foto: Quelle: Allianz SE
Archibald Preuschat mit dpa

Nicht nur Unternehmen, die die Wirecard-Lösung Boon nutzen, schauen sich nach Alternativen um, nachdem der Bezahldienstleister in der vergangenen Woche Insolvenz anmelden musste. Auch der Versicherer Allianz stellt nun seine  Bezahl-App "Pay&Protect" ein, die auf einer Wirecard-Anwendung basiert.

Die momentane Situation beim Zahlungsdienstleister habe den Versicherungskonzern veranlasst, "das Produkt einzustellen und auf Basis der bislang gesammelten Erfahrungen zu überprüfen, inwieweit und in welcher Form ein ähnliches Angebot für das Produktportfolio weiterhin von Bedeutung ist", teilte die Allianz Deutschland am Mittwoch mit. Kurz zuvor seien die Kunden informiert worden.

App soll vorerst für Kunden nutzbar bleiben

Für diese soll die App vorerst voll nutzbar bleiben, wie lange noch, teilte die Allianz nicht mit. Europas größter Versicherer hatte "Pay&Protect" erst im vergangenen August auf den Markt gebracht. Wie viele Allianz-Kunden die App nutzen, gab der Versicherer nicht bekannt. Das Produkt sei gut angenommen worden, sagte ein Sprecher, ohne eine exakte Zahl zu nennen.

Die Allianz ist das erste Schwergewicht der deutschen Finanzwirtschaft, das die Einstellung einer Kooperation mit Wirecard öffentlich macht.

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