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Mittelbrandenburgische Sparkasse sieht Risikosituation entspannt

Die Sparkasse hat zuletzt das Konsortialgeschäft ausgebaut. Bei Projektfinanzierungen mit den dort geltenden teils "sportlichen Spielregeln" bleibt das Institut aber selektiv.

Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender der Mittelbrandenburgischen Sparkasse | Foto: Mittelbrandenburgische Sparkasse

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse ist mit dem Geschäftsverlauf 2021 zufrieden. "Für dieses Jahr gilt: Wenn uns in den letzten Wochen nicht noch die Decke auf den Kopf fällt, ist die Risikosituation ganz entspannt", sagt ihr Vorstandschef Andreas Schulz im Gespräch mit der Börsen-Zeitung.

Das Ergebnis von 130 Mio. Euro plus X oder "sogar ein bisschen besser" werde die siebtgrößte Sparkasse des Landes voraussichtlich erreichen.

Konsortialgeschäft ausgebaut

Im laufenden Jahr hat die siebtgrößte Sparkasse des Landes das Konsortialgeschäft mit anderen Sparkassen ausgebaut.

Es ist nur konsequent, dass wir anderen Sparkassen in Brandenburg zur Verfügung stehen und uns auch im Konzert mit anderen größeren Sparkassen Dinge anschauen.

Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender der Mittelbrandenburgischen Sparkasse

"Es ist nur konsequent, dass wir anderen Sparkassen in Brandenburg zur Verfügung stehen und uns auch im Konzert mit anderen größeren Sparkassen Dinge anschauen", so Schulz. Als Beispiele nennt Immobilienfinanzierungen und um Spezialitäten wie die Wachstumsfinanzierung für Zulieferunternehmen.

Weiter gut entwickelt habe sich das Kundenkreditgeschäft im Rahmen der Wohnbaufinanzierung und Immobilienvermittlung. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien habe die Bank damit begonnen vor allem Kunden aus dem Agrarsektor zu begleiten.

Im Projektgeschäft mit zum Teil sehr sportlichen Spielregeln muss jedes Haus entscheiden, ob es da mitmachen will

Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender der Mittelbrandenburgischen Sparkasse

Mittlerweile beschäftigt sich die Sparkasse auch mit Projektfinanzierungen. Schulz bleibt aber zurückhaltend: "Im Projektgeschäft mit zum Teil sehr sportlichen Spielregeln muss jedes Haus entscheiden, ob es da mitmachen will", beschreibt der Vorstandsvorsitzende seine Sicht auf das Segment. Dies gelte auch für die Finanzierung von Start-ups in der Seed-Phase.

"Wir werden sicherlich einen Anstieg bei den Insolvenzen sehen, aber keine Pleitewelle", sagt Andreas Schulz

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