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EZB erhöht den Schutz für interne Whistleblower

Ein neues Regelwerk soll Mitarbeiter der Notenbank künftig besser vor Vergeltungsmaßnahmen schützen.

Whistleblower (Symbolbild | Foto: Colourbox.com

Die Europäische Zentralbank (EZB) will es Mitarbeitern künftig einfacher machen, auf interne Missstände hinzuweisen: Um Whistleblower besser zu schützen, sei das bislang geltende Regelwerk jetzt überarbeitet worden, teilte die Notenbank mit.

Außerdem wurde eine neue Online-Plattform vorgestellt, über die Hinweise anonym gemeldet werden können.

Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen

Der EZB geht es u.a. um potenzielle Verstöße gegen Berufspflichten und unangemessenes Verhalten im Team, vor allem darum, Mitarbeiter im Fall der Fälle besser vor Vergeltungsmaßnahmen zu schützen.

Ethisch einwandfreies Handeln geht über das bloße Einhalten von Gesetzen, Regeln und Richtlinien hinaus.

Christine Lagarde, EZB-Präsidentin

"Ethisch einwandfreies Handeln geht über das bloße Einhalten von Gesetzen, Regeln und Richtlinien hinaus", erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. "Es ist eine Verpflichtung, die unser Verhalten lenkt und uns dazu bringt, die richtige Wahl zu treffen, auch wenn wir vor Herausforderungen stehen oder unter Druck gesetzt werden." Sie wolle die Mitarbeiter ermutigen, sich vertrauensvoll zu äußern.

IT-Tool für Whistleblower kommt noch 2020

Das neue IT-Tool soll in Kürze verfügbar sein und ergänzt dann das bestehende Meldeverfahren der EZB, das hauptsächlich in der Bankenaufsicht eingesetzt wird und extern verfügbar ist.

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Die Kosten für die Geldwäsche-Prävention explodieren

Seit 2019 ist die Summe, die im deutschen Finanzsektor für Prävention und Bekämpfung der Finanzkriminalität ausgegeben wird, um 30 Prozent gestiegen. Die steigende kriminelle Bedrohung, immer höhere regulatorische Erwartungen sowie das steigende geopolitisches Risiko treiben die Entwicklung.

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