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Volksbank Nienburg verkleinert ihren Vorstand

Wolfgang Tonne und Joachim Meyer verabschieden sich in den Ruhestand, Nachfolger gibt es nicht. Das genossenschaftliche Institut wird künftig von Holger Hinrichs und Markus Strahler geleitet.

Foto: Volksbank Nienburg

Die Volksbank eG in Nienburg verkleinert ihr Führungsteam. Künftig genügt dem genossenschaftlichen Institut eine Doppelspitze – bestehend aus Holger Hinrichs und Markus Strahler. Ihre bisherigen Vorstandskollegen Wolfgang Tonne und Joachim Meyer scheiden altersbedingt aus, wie die Bank mitteilt.

Wir haben uns lange auf diesen Zeitpunkt vorbereiten können, doch ein komisches Gefühl ist es trotzdem.

Wolfgang Tonne, Volksbank Nienburg

"Wir haben uns lange auf diesen Zeitpunkt vorbereiten können, doch ein komisches Gefühl ist es trotzdem", sagt Wolfgang Tonne. Der 61-Jährige wird noch bis Ende 2020 im Haus, einen Monat länger als Meyer – er wechselte Anfang Dezember mit 63 Jahren in die passive Phase der Altersteilzeit.

Filialnetz wird 2021 reduziert

Beide haben ihr Berufsleben ausschließlich im Genossenschaftsumfeld verbracht, vor drei Jahren führte ihr Weg sie schließlich zusammen. "Wir sind nur ein Teil des Ganzen und sind stolz auf unsere Mitarbeiter", sagen sie unisono. "Wir haben es geschafft, das Schiff Volksbank Nienburg auch in stürmischen Zeiten gut auf Kurs zu halten."

Wir sind nur ein Teil des Ganzen und sind stolz auf unsere Mitarbeiter. Wir haben es geschafft, das Schiff Volksbank Nienburg auch in stürmischen Zeiten gut auf Kurs zu halten.

Joachim Meyer und Wolfgang Tonne, Volksbank Nienburg

Allerdings ging das nicht ohne Einschnitte. Erst vor kurzem hat die Bank angekündigt, ihr Filialnetz erneut zu beschneiden. Wie berichtet, gab es vor zwei Jahren noch 22 Geschäftsstellen, bis zum Frühjahr 2021 geht es runter bis auf acht.

Volksbank Nienburg verkleinert ihr Filialnetz auf ein Minimum

Die Volksbank eG entstand 2017 durch Fusion mit der Volksbank Steyerberg. Dass der Vorstand nicht vierköpfig bleiben würde, war nach Auskunft der Bank da schon fest abgemacht. Ende 2019 kam das Institut auf eine Bilanzsumme von 1,2 Mrd. Euro, der Jahresüberschuss lag bei 1,6 Mio. Euro.

 

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