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Corona-Pandemie drückt Neugeschäft der Deutschen Hypo

Die NordLB-Tochter konnte zwar die Kosten senken, doch die Immobilienfinanzierungen brachen in fast allen Bereichen ein. Der Vorstand zeigt sich dennoch zufrieden und zuversichtlich für das Gesamtjahr.

Der Vorstand der Deutschen Hypo: Sabine Barthauer und Andreas Rehfus | Foto: Deutsche Hypothekenbank

Das Neugeschäft der Deutschen Hypothekenbank (Deutsche Hypo) leidet unter der Corona-Krise. Das geht aus den am Donnerstag vorgelegten Halbjahreszahlen hervor.

Demnach halbierte sich das Neugeschäftsvolumen auf 765,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Neuzusagen für Büroimmobilien fielen massiv von 822,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 275,4 Mio. Euro. Und auch Wohnwirtschaftliche Immobilien trugen lediglich 99,4 Mio. Euro bei. Im ersten Halbjahr war es noch fast das Dreifache gewesen. Nur die Finanzierung von Logistikimmobilien stieg mit 247,9 Mio. Euro (Vj. 208,9 Mio. Euro) leicht an.

Andreas Rehfus, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo, zeigte sich dennoch tapfer: "Wir können mit diesem Ergebnis durchaus zufrieden sein, da der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr sehr stark von der Corona-Pandemie beeinflusst war", betonte er mit Bezug auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 mit 24,0 Mio. Euro (Vj. 33,0 Mio. Euro).

Wir können mit diesem Ergebnis durchaus zufrieden sein, da der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr sehr stark von der Corona-Pandemie beeinflusst war.

Andreas Rehfus, Vorstand Deutsche Hypo

Für das Gesamtjahr geht Rehfus "von einem deutlich positiven - aber leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden - Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit aus."

Risikovorsorge erhöht

Als Vorsichtsmaßnahme erhöhte die Bank ihre Risikovorsorge, bislang habe es aber keine wesentlichen negativen Entwicklungen auf die Finanzierungen im Bestand der Bank ergeben, heißt es von Rehfus weiter. "Dank unseres konsequenten Risikomanagements fühlen wir uns [auf die Folgen der Corona-Pandemie] gut vorbereitet."

Ebenfalls zufrieden zeigte man sich mit dem Kostensparprogramm. Die Verwaltungsaufwendungen sanken, die Cost-Income-Ratio jedoch stieg aufgrund der gesunkenen Erträge.

Der Mutterkonzern NordLB hatte am Donnerstag ebenfalls seine Zahlen veröffentlicht.

NordLB gleicht zum Halbjahr Quartalsverlust wieder aus

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