BaFin-Chef Branson warnt vor KI-Missbrauch durch Banken

Vor allem die Einteilung von Kunden in Risikogruppen ist seinen Worten nach ein großes Risiko. Notwendig sei deshalb eine sorgfältige Regulierung.
Mahnt zum sorgfältigen Umgang mit KI: BaFin-Präsident Mark Branson. | Foto: picture alliance / Ulrich Baumgarten | Ulrich Baumgarten
Mahnt zum sorgfältigen Umgang mit KI: BaFin-Präsident Mark Branson. | Foto: picture alliance / Ulrich Baumgarten | Ulrich Baumgarten

BaFin-Präsident Mark Branson hat vor den Missbrauchsgefahren von Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Die zunehmende Nutzung im Bankensektor könnte seinen Worten nach dazu führen, dass Menschen nach unzulässigen Kriterien differenziert werden. 

In einem Gespräch mit der ”Süddeutschen Zeitung” wies Branson insbesondere auf das Risiko hin, dass KI genutzt werden könnte, um Kunden in Risikogruppen einzuordnen. Der Einsatz und die möglichen Auswirkungen erfordern laut BaFin-Chef deshalb eine sorgfältige Regulierung. 

”Wir sollten Innovationen nicht einschränken, müssen die Risiken jedoch minimieren”, sagte er dem Blatt. Das erhöhte Potenzial von KI, hervorgerufen durch den leichteren Umgang mit großen Datenmengen, bringe neue Herausforderungen mit sich, insbesondere in Bezug auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit. 

Wesentlich sei laut Branson die Bedeutung von Transparenz bei Finanzdienstleistungen, insbesondere wenn KI dazu verwendet werde, Entscheidungen über die Eröffnung von Konten zu treffen. ”Es darf zum Beispiel keine Diskriminierung beim Zugang zu Finanzdienstleistungen geben, etwa wenn KI bestimmt, ob jemand ein Konto eröffnen darf oder nicht“, erklärte der Chef der Aufsichtsbehörde.

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