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Peter Altmaier: Weidmann-Nachfolger muss für geldpolitische Stabilität stehen

Der scheidende Wirtschaftsminister wünscht sich einen Bundesbankpräsidenten, der "unabhängig von einer parteipolitischen Zugehörigkeit" agiert.

Peter Altmaier | Foto: picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier wünscht sich für den ebenfalls scheidenden Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann einen ähnlich glaubwürdigen Nachfolger.

Es gibt eine große Verantwortung für SPD, Grüne und FDP, die Regelung der Nachfolge so vorzunehmen, dass damit keine negativen geldpolitischen Signale verbunden sind.

Peter Altmaier, scheidender Wirtschaftsminister (CDU)

"Es gibt eine große Verantwortung für SPD, Grüne und FDP, die Regelung der Nachfolge so vorzunehmen, dass damit keine negativen geldpolitischen Signale verbunden sind", sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Weidmann hat Attraktivität des Wirtschaftsstandorts erhöht

"Ich wünsche mir einen Bundesbankpräsidenten, der unabhängig von einer parteipolitischen Zugehörigkeit für geldpolitische Stabilität steht und dies auch glaubwürdig verkörpert." Weidmann habe mit dazu beigetragen, die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu erhöhen.

Weidmann hatte vergangene Woche überraschend nach zehn Jahren an der Spitze der deutschen Notenbank seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt und dafür persönliche Gründe genannt.

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"Jens Weidmann ist ein Euromantiker" 

Er verlässt damit lange vor dem Ende der regulär bis 2027 laufenden Amtszeit die Kommandobrücke. Als mögliche Nachfolger werden etwa EZB-Direktorin Isabel Schnabel, DIW-Präsident Marcel Fratzscher, der Wirtschaftsweise Volker Wieland und Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch gehandelt.

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