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Rabobank stellt Direktbankgeschäft in Deutschland zum Jahresende ein

Das Firmenkundengeschäft will das niederländische genossenschaftliche Institut hierzulande aber fortführen.

Die Zentrale der Rabobank in Utrecht. | Foto: picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack

(Aktualisiert: weitere Details)

Die Rabobank zieht sich aus dem Privatkundengeschäft in Deutschland zum Jahresende zurück. Dies teilte das niederländische genossenschaftliche Institut mit.

Es sei eine "Entwicklung, die wir sehr bedauern, vor allem mit Blick auf den Verlust der Arbeitsplätze, der mit dieser Entscheidung einhergeht", sagte Klaus Vehns, Europa-Chef des Direktbankgeschäfts und General Manager der Rabobank in Deutschland.

Keinen Käufer gefunden

Einen Käufer für Rabodirect hat das Institut eigenen Angaben zufolge nicht gefunden. Der Rückzug aus dem deutschen Markt hatte sich bereits angedeutet. Seit März war klar, dass sich die Rabobank von ihrem europäischen Privatkundengeschäft trennen will und damit auch von der deutschen Tochter Rabodirect.

Rabobank wickelt ihr europäisches Privatkundengeschäft ab

Rund 250.000 Privatkunden

Die Entscheidung für den Rückzug begründete die Rabobank mit der "anhaltend negativen Marktlage". Betroffen sind rund 250.000 Privatkunden, der gesamtes Anlagevolumen die Rabobank auf über 8 Mrd. Euro bezifferte.

Die Niederländer waren 2012 in Deutschland mit Rabodirect angetreten, die 62 Mitarbeiter beschäftigt. Management und Betriebsrat hätten ein Sozialplan mit fairen und sozialverträglichen Lösungen für die betroffenen Arbeitnehmer ausgehandelt, heißt es in der Mitteilung.

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