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Gewinn des Unicredit-Deutschlandgeschäfts bricht 2020 um gut 60 Prozent ein

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn ging im vierten Quartal um rund 51 Prozent verglichen mit dem Vorquartal zurück - gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt der Rückgang sogar knapp 80 Prozent.

Michael Diederich, Vorstandssprecher der HVB | Foto: HVB

Das Deutschlandgeschäft der Unicredit verzeichnet für 2020 einen Gewinneinbruch von 60,5 Prozent, wie die italienische Bankengruppe in ihrem Geschäftsbericht mitteilt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn lag demnach im Gesamtjahr 2020 bei 191 Mio. Euro.

Leicht erhöhte Erträge, deutlich gesunkener Gewinn

Im vierten Quartal 2020 erhöhten sich die Erträge im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft, das unter der Marke der Hypovereinsbank läuft, verglichen zum Vorquartal zwar um 3,2 Prozent auf 584 Mio. Euro. Doch auch hier verzeichnete die Gruppe einen Einbruch beim bereinigten Gewinn von knapp 51 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 27 Mio. Euro. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang knapp 80 Prozent.

Das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft zählt mit einer Profitabilität (Return on Allocated Capital, RoAC) von vier Prozent zu einem der stärksten Segmente der Unicredit-Gruppe - im selben Bereich in Italien und Österreich ist die Profitabilität noch deutlich geringer bei jeweils 0,1 und 0,6 Prozent.

Die Hypovereinsbank umfasst neben dem deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft (CB Germany) unter anderem auch Teile des Investmentbanking-Geschäfts der Unicredit-Gruppe. Die Zahlen für das Privat- und Firmenkundengeschäft hierzulande sind daher nicht deckungsgleich mit den Geschäftszahlen der Hypovereinsbank (HVB). Diese werden nicht gesondert ausgewiesen.

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