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Verbundvolksbank OWL verkleinert den Vorstand

Die stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Friedrich Keine und Günter Vogt sind Ende 2020 in den Ruhestand gegangen. Ihre Posten werden nicht neu besetzt.

Friedrich Keine (l.) und Günter Vogt (r.) | Foto: VerbundVolksbank OWL

Bei der Verbundvolksbank OWL, einem Zusammenschluss von fünf Volksbanken aus der Region Ostwestfalen-Lippe, sind zwei stellvertretende Vorstandsvorsitzende Ende 2020 ausgeschieden und in den Ruhestand eingetreten.

Die Verbundvolksbank OWL entstand 2018 aus dem Zusammenschluss von fünf Volksbanken. Das waren die Volksbank Paderborn, die Volksbank Höxter, die Volksbank Detmold, die Volksbank Minden und der Bankverein Werther. Diese dienen seit 2018 als Zweigstellen der Verbundvolksbank OWL.

Bei den Abgängen handelt es sich um Friedrich Keine und Günter Vogt, wie die Verbundvolksbank OWL mitteilte. Vogt war zuletzt stellvertretender Vorstandsvorsitzender des genossenschaftlichen Instituts. Er scheidet nach 50 Jahren im Dienste der Volksbanken aus, darunter auch als Vorstandschef der Volksbank Detmold, einer der fünf Vorgängerinstitute.

Keine war zuvor in Marksteuerung und Treasury tätig

Bis zu seinem Abgang war Keine im Vorstand der Verbundvolksbank OWL zuständig für das Ressort Marktsteuerung und Treasury. Das Ressort inkludiert das Auslands- und Zahlungsverkehrsgeschäft der fünf Volksbanken. Keine verlässt die Volksbanken nach insgesamt 25 Jahren.

"25 Jahre als Vorstand bei nur einer Bank zu wirken, ist in unserer schnelllebigen Zeit etwas Besonderes. Herr Dr. Keine hat in dieser Zeit viel für die Verbundvolksbank OWL bewegt und einen wertvollen Beitrag zu dem, was die Bank heute ist, geleistet", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gödde in einer Mitteilung.

Herr Vogt hat sich mit ganzer Leidenschaft für die Volksbank Detmold beziehungsweise für die Region Lippe engagiert. Besonders hervorzuheben ist der Schritt über die Gauseköte mit der Fusion zur damaligen Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold.

Peter Gödde, Aufsichtsratsvorsitzender der Verbundvolksbank OWL

Zu Vogts Abgang sagte Gödde: "Von 50 Jahren Dienstzeit 35 Jahre im Vorstand Verantwortung zu tragen, ist eine herausragende Leistung. Herr Vogt hat sich mit ganzer Leidenschaft vor allem für die Volksbank Detmold beziehungsweise für die Region Lippe engagiert. Besonders hervorzuheben ist der Schritt über die Gauseköte mit der Fusion zur damaligen Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, der Vorbild für weitere Zusammenschlüsse über die Kreisgrenze hinweg war."

Vorstand schrumpft von sieben auf fünf Mitglieder

Die beiden Vorstandsposten werden nicht neu besetzt, wie die Verbundvolksbank OWL weiter mitteilte. Somit wird das Führungsgremium von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert.

Die repräsentativen Aufgaben und damit die Zuständigkeiten für die Region, die Vogt bisher innehatte, gingen an Vorstandsmitglied Frank Sievert. Die Treasury-Aufgaben von Keine wurden von den anderen Vorstandsmitgliedern übernommen.

Seit dem 1. Januar besteht der der Vorstand nun aus Ansgar Käter (Vorsitzender), Karl-Heinz Rawert (Stellvertreter), Ina Kreimer, Axel Breitschuh und Frank Sievert.

Solide Geschäftszahlen in 2019

Mit einer Bilanzsumme von 6,4 Mrd. Euro belegt die Verbundvolksbank OWL den 19. Platz auf der Rangliste der 839 Genossenschaftsbanken in Deutschland.

Für das Jahr 2019 wies das Institut ein Zinsergebnis in Höhe von 115,8 Mio. Euro und ein Provisionsergebnis von 38,7 Mio Euro aus. Das Betriebsergebnis vor Bewertung betrug 62,2 Mio. Euro und lag damit über dem Planwert von 56,4 Mio. Euro, wie FinanzBusiness aus öffentlich zugänglichen Dokumenten erfuhr.

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