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Mambu sammelt frisches Geld ein

Der Anbieter einer Cloud-basierten Bankingplattform nimmt nach Abschluss seiner Finanzierungsrunde über 110 Mio. Euro ein und ist jetzt mit 1,7 Mrd. Euro bewertet.

Symbolbild | Foto: picture alliance / Zoonar | Elnur Amikishiyev

Das Fintech Mambu hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Dabei wurde frisches Geld von mehr als 110 Mio. Euro eingesammelt, wie das Unternehmen mitteilte. Die Gesamtbewertung belaufe sich nach der jüngsten Finanzierungsrunde auf 1,7 Mrd. Euro.

Mambu bietet eine sogenannte SaaS-Bankingplattform an, also eine Software-basierte Lösung, die sich von traditionellen Kernbankensystemen dahingehend unterscheidet, dass sich Finanzprodukte erheblich schneller und einfacher entwickeln und bereitzustellen lassen.

Kunden sind traditionelle Banken und FinTechs

Zu den Kunden von Mambu zählen darum traditionelle Banken wie die niederländische ABN Amro oder die spanische Santander, ebenso wie Neo-Banken, beispielsweise N26.

Das Fintech kündigte in der Mitteilung an, seine Plattform sowohl in der Breite als auch in der Tiefe weiter auszubauen und plant, das Team bis 2022 auf über 1000 Mitarbeiter verdoppeln zu wollen.

Schnelleres Wachstum wird angestrebt

Mit dem neuen Investment-Kapital beabsichtigt Mambu sein schnelles Wachstum weiter vorantreiben und seine Präsenz in den mehr als 50 Ländern, in denen das Unternehmen bereits aktiv ist, auszubauen. Der Fokus liege dabei auf Märkten wie Brasilien, Japan und den USA. Die Finanzierung erfolgte, nachdem Mambu ein weiteres Jahr mit einem Wachstum von circa 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen habe.

Da immer mehr Challenger-Banken und etablierte Banken sich für eine erfolgreiche Zukunft in der Fintech-Ära aufstellen, stellen wir ihnen eine erstklassige Plattform zur Verfügung, auf der sie moderne, agile, kundenzentrierte Unternehmen aufbauen können.

Eugene Danilkis, Gründer und CEO von Mambu

"Da immer mehr Challenger-Banken und etablierte Banken sich für eine erfolgreiche Zukunft in der Fintech-Ära aufstellen, stellen wir ihnen eine erstklassige Plattform zur Verfügung, auf der sie moderne, agile, kundenzentrierte Unternehmen aufbauen können", sagte Eugene Danilkis, Gründer und CEO von Mambu, in einer Mitteilung.

TCV ist Hauptinvestor

Zu den Hauptfinanzierern von Mambu gehört der US-Investor TCV, zu dessen Portfolio auch andere disruptive Unternehmen wie Netflix, Relex, Spotify und WorldRemit gehören. Weitere Investoren sind Tiger Global und Arena Holdings sowie die bestehenden Investoren Bessemer Venture Partners, Runa Capital und Acton Capital, heißt es in der Mitteilung.

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