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Streit um Strafzinsen: Banken üben sich in Optimismus

Immer mehr Kreditinstitute verlangen Strafzinsen von ihren Kunden. Sollten Gerichte diese Praxis beenden, hätten viele Häuser wohl ein Problem. Klare Worte sind aus der Branche trotzdem kaum zu hören – zu groß ist offenbar die Angst vor Negativschlagzeilen.

Symbolbild | Foto: picture alliance/chromorange

Das Zeitalter der Gratis-Kultur neigt sich in der Bankenbranche dem Ende zu. Zahlreiche Kreditinstitute verlangen von ihren Kunden mittlerweile Verwahrentgelte. Meist sind Guthaben auf Tagegeldkonten davon betroffen, mitunter auch Girokonten. Oft werden die Strafzinsen nur für Firmen- oder nur für Neukunden fällig, in der Regel zudem erst ab einem relativ hohen Freibetrag.

Im laufenden Jahr ist allerdings ein Trend zu beobachten: Nach und nach nehmen einzelne Institute auch von Bestandskunden ein Verwahrentgelt – und die Freibeträge sinken. Lagen sie zunächst meist bei 250.000 Euro, sind sie bei vielen Instituten inzwischen auf 10.000 Euro gesunken. Bei einigen Geldhäusern werden sogar schon ab dem ersten Euro Gebühren fällig. Damit reagieren Banken und Sparkassen auf Negativzinsen und Margendruck.

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