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Commerzbank begibt weitere Anleihe zur Stärkung des Kernkapitals

Zweite AT-1-Anleihe des Instituts war mehrfach überzeichnet.

Die Commerzbank hat eine weitere Anleihe erfolgreich begeben. | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Die Commerzbank hat die zweite AT-1-Anleihe aus ihrem Emissionsprogramm für zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1-Kapital, AT 1) erfolgreich begeben. Dies teilte das Institut am Dienstag (8. September) mit.

Die Anleihe hat den Angaben zufolge ein Volumen von 500 Mio. Euro und einen festen Kupon von 6,5 Prozent pro Jahr. Das Orderbuch sei mit mehr als 2,4 Mrd. Euro mehrfach überzeichnet gewsen. Die Anleihe wird an der Börse Luxemburg gelistet.

Stärkung und Optimierung der Kapitalstruktur

Mit der Ausgabe der AT-1-Anleihe stärkt und optimiert die Commerzbank ihre Kapitalstruktur weiter, hieß es . Durch die neue Emission sinkt die Anforderung an das harte Kernkapital der Commerzbank - die sogenannte "MDASchwelle" -  pro forma per Ende Juni 2020 um 27 Basispunkte auf 9,82 Prozent.

Die Commerzbank hatte Ende Mai 2020 ein Emissionsprogramm aufgelegt, mit dem sie in den nächsten Jahren sukzessive nachrangige Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 3 Mrd. Euro begeben kann.

Regulatorische Veränderungen werden genutzt

Damit will sie auch regulatorische Veränderungen nutzen, durch die AT 1 stärker für die Erfüllung der Kapitalanforderungen eingesetzt werden kann. Im Juni dieses Jahres hatte die Commerzbank eine erste AT-1-Anleihe aus dem Emissionsprogramm mit einem Volumen von 1,25 Mrd. Euro platziert.

Die jetzt begebene Anleihe hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im Zeitraum von Oktober 2029 bis April 2030.

Joint-Lead-Manager der Transaktion waren neben der Commerzbank selbst Bank of America, Barclays, BNP Paribas und Crédit Agricole.

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