FinanzBusiness

Geldwäsche-Razzien im Großraum Frankfurt und bundesweit

Der Schwerpunkt der Durchsuchungen lag offenbar in Hessen in den Wohnräumen der Verdächtigen. Es geht um Geldwäsche und Steuerhinterziehung mittels Offshore-Gesellschaften. In ganz Deutschland wurden außerdem Banken durchsucht.

Razzien wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung (Symbolbild) | Foto: picture alliance/Fotostand

Wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung haben Ermittler am Dienstag Geschäfts- und Wohnräume in mehreren Bundesländern durchsucht. Ermittelt wird gegen deutsche Kunden einer Bank mit Sitz in Puerto Rico, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilten.

Steuerhinterziehung mit Offshore-Gesellschaften

Durchsucht wurden Wohnräume von insgesamt sechs Beschuldigten in Hessen - in Wiesbaden, Frankfurt am Main, Hattersheim, Neu-Anspach, Oberursel, Schwalbach am Taunus - sowie in Bonn. Zugleich gab es weitere Durchsuchungen bei mehreren Banken im gesamten Bundesgebiet zur Sicherung von Beweisen.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, mit Hilfe der Bank Offshore-Gesellschaften gegründet zu haben, um Kapitalerträge vor dem deutschen Fiskus zu verbergen und die dafür anfallenden Steuern zu hinterziehen.

Geldwäsche mit Bezug zu Russland

In einem weiteren Verfahren durchsuchten Einsatzkräfte des BKA eine Im- und Exportfirma sowie Wohnräume in Brandenburg wegen des Verdachts der Geldwäsche. Dem Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, Gelder aus Straftaten im Ausland in den legalen Wirtschaftskreislauf in Deutschland geschleust zu haben. Über die Firmenkonten sollen betriebsfremde Zahlungen für Privatpersonen in Russland geleitet worden sein.

Nach früheren Berichten eines Recherchenetzwerkes über ein kompliziertes Geldwäschesystem aus Russland sollen Milliarden in den Westen gelangt sein. Davon sollen allein rund 190 Mio. Euro auf deutschen Konten gelandet sein. Die Dokumente wurden von Medienhäusern mit dem Titel "Troika Laundromat" ausgewertet.

Mehr von FinanzBusiness

Klarna muss jetzt an der Kostenschraube drehen

Der angekündigte Jobabbau des schwedischen Fintech trifft auch deutsche Mitarbeiter. Wer in diesen Tagen eine Mail mit dem Betreff ”Meeting regarding your role at Klarna” bekommt, sollte sich nicht freuen.

Die Banken sind in historischem Maß gefordert, sagt Viktor Winkler

Der Rechtsanwalt, der einst für die Commerzbank die Sanktions-Compliance aufbaute, sieht die aktuelle Gesetzgebung der Bundesregierung kritisch: Das Sanktionsdurchsetzungsgesetz biete Banken keine festere Orientierung im aktuellen Dickicht, meint er im FinanzBusiness-Interview.

DZ-Bank bereitet "Pay-per-Use"-Angebot vor

Firmenkunden haben immer öfter die Möglichkeit, nur das zu zahlen, was sie tatsächlich nutzen. Ein Trend, den die DZ-Bank nicht an sich vorbeiziehen lassen möchte, wenn es um passende Abrechnungsmodelle geht.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen