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Bank of America und Goldman Sachs bilden Milliardenrückstellungen im ersten Quartal

Börsenturbulenzen beflügeln Handelsergebnisse, Kunden überziehen Kreditkarten

New York, First Avenue | Foto: picture alliance/ZUMA Press

Weitere US-Banken haben am Mittwoch Gewinneinbrüche für das erste Quartal gemeldet. Angesichts möglicher Ausfälle auf Kredite bilden die Banken Vorsorge in Milliardenhöhe.

Bei Bank of America sackte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Drittel auf 1,1 Milliarden US-Dollar (1,0 Mrd Euro) ab, wie das Institut am Mittwoch in Charlotte mitteilte. Wegen möglicherweise ausfallender Darlehen infolge der wirtschaftlichen Turbulenzen legte die Bank fast eine Milliarde Dollar zurück, gut zweieinhalb Mal so viel wie ein Jahr zuvor. 

Nettoerträge steigen im ersten Quartal um 3,5 Prozent
Dabei konnte die Bank ihre Nettoerträge um 3,5 Prozent auf knapp 5,8 Milliarden Dollar steigern. Während der Zinsüberschuss um gut ein Prozent nachgab, legten die Einnahmen etwa im Investmentbanking zu, auch dank höherer Gebühreneinnahmen im Geschäft mit Unternehmensanleihen sowie höherer Erträge aus dem Wertpapierhandel, der infolge der Finanzmarktturbulenzen im Zuge der Coronavirus-Pandemie deutlich anzog.

Gewinn bei Goldman Sachs im ersten Quartal nahezu halbiert
Hohe Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite infolge der Corona-Krise haben auch den Gewinn der US-Großbank Goldman Sachs im ersten Quartal einbrechen lassen. Unter dem Strich blieb für die Aktionäre ein Gewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar (1,0 Mrd Euro) und damit nur noch gut halb so viel wie ein Jahr zuvor, wie das Institut am Mittwoch in New York mitteilte. Um die befürchteten Kreditausfälle vorwegzunehmen, legte die Bank 937 Millionen Dollar zur Seite und damit über vier Mal so viel wie ein Jahr zuvor.

Goldman hält Nettoerträge nahezu auf Vorjahresquartal

Derweil führte der verstärkte Handel etwa mit Aktien und Anleihen während der jüngsten Börsenturbulenzen dazu, dass Goldman Sachs die Nettoerträge mit gut 8,7 Milliarden Dollar fast auf dem Vorjahresniveau halten konnte. Auch der Zinsüberschuss wuchs, da Privatkunden ihre Konten weiter überzogen und ihre Kreditkarten stärker belasteten.

Bereits am Vortag hatten die US-Banken JPMorgan und Wells Fargo gemeldet, wegen der Corona-Pandemie Milliardenrückstellungen zu bilden.

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