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Eurozone rutscht in die Rezession

Das Ifo-Institut und der ETH Zürich warnen vor einer Schuldenkrise. Als Grund sehen die Konjunkturforscher die bislang nicht abzusehende Schwächung der Covid-19-Pandemie.

Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts | Foto: picture alliance / Sven Simon

Die Konjunkturforscher des Ifo-Instituts und der ETH Zürich sehen die Eurozone in den kommenden Monaten in die Rezession rutschen und warnen vor einer Schuldenkrise. Schon im ersten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent geschrumpft sein - im laufenden zweiten Quartal sei ein weiterer Einbruch um 10,5 Prozent zu erwarten, teilten sie am Donnerstag mit. Für das dritte Vierteljahr rechnen die Forscher dann mit 8,7 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorquartal.

"Die Möglichkeit, dass sich die Pandemie früher abschwächt als erwartet, ist gering. Ein Wiederaufflammen der europäischen Schuldenkrise in großem Maßstab stellt daher ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Prognose dar", erklärten die beiden Institute.

Industrieproduktion und privater Konsum besonders betroffen

Besonders heftig seien die Schwankungen in der Industrieproduktion der Eurostaaten. Sie dürfte im ersten Quartal bereits um 4,4 Prozent gefallen sein und werde im zweiten Quartal sogar um 18 Prozent einbrechen. Für das dritte Quartal erwarten die Forscher ein Wachstum von 19 Prozent.

Beim privaten Konsum rechnen sie mit Rückgängen von 3,3 und 13,6 Prozent in den zwei ersten Quartalen und einem Plus von 12 Prozent im dritten Quartal; bei den Investitionen mit einem Minus von 2,3 und 10,0 Prozent und dann einem Plus von 10,4 Prozent.

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