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BdB fordert Reform der Exportfinanzierung

Die Kapitalanforderungen an Exportfinanzierer sollen unter anderem gesenkt werden, so der Bundesverband deutscher Banken in einem Positionspapier.

Christian Ossig | Foto: Bdb/picture alliance/Jan Haas

Privatbanken, die 90 Prozent der Exporte aus Deutschland finanzieren, drängen auf eine neue Ausrichtung der Außenwirtschaftsförderung und angemessene Regulierung. Das berichtet die Börsen-Zeitung (BöZ) und beruft sich dabei auf ein Positionspapier der Privatbank-Lobby BdB.
 

Damit das Außenhandelsgeschäft und seine Finanzierung auch künftig wettbewerbsfähig bleibt, muss die Politik die Rahmenbedingungen jetzt anpassen.

Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes BdB, im BöZ-Interview

"Damit das Außenhandelsgeschäft und seine Finanzierung auch künftig wettbewerbsfähig bleibt, muss die Politik die Rahmenbedingungen jetzt anpassen", sagte BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig zu der BöZ. "Die europäische Regulierung muss klug angepasst werden, um die Belastungen - insbesondere durch gestiegene Kapitalanforderungen - zu senken. Dadurch können wichtige Finanzierungskapazitäten freigesetzt werden."

Die Forderung folgt der These, dass sich der Wettbewerb im Außenhandel weiter verschärfen wird, nachdem schon seit Jahren die Exportquote abnimmt. Ein Viertel der Arbeitsplätze hierzulande hänge direkt und indirekt vom Ausfuhrgeschäft ab, in der Industrie sogar jeder zweite Beschäftigte, heißt es im Positionspapier.

Laut einer Umfrage sind die Kapitalanforderungen nicht das größte Problem

Wie die BöZ weiter schreibt, nennen Banken gemäß einer Umfrage der Internationalen Handelskammer ICC als größte Schwierigkeiten in der Außenhandelsfinanzierung Geldwäsche und Kundenauthentifizierung, Protektionismus und Handelsstreitigkeiten sowie Regulierung und Compliance. Eigenkapitalanforderungen folgen auf Platz 5.

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