Ungewöhnliche Post von der Sparkasse Bremen

Das Institut verschickt laut einem Medienbericht USB-Sticks an ihre Geschäftskunden. Sicherheitsexperten haben Bedenken.
Ein USB-Stick per Post von der Sparkasse? Die Bremer Sparkasse hat so ihre Geschäftskunden über AGB-Änderungen informiert. | Foto: picture alliance / BSIP | CHASSENET
Ein USB-Stick per Post von der Sparkasse? Die Bremer Sparkasse hat so ihre Geschäftskunden über AGB-Änderungen informiert. | Foto: picture alliance / BSIP | CHASSENET

Die Sparkasse Bremen geht ungewöhnliche Wege, um ihre Geschäftskunden über neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), die ab Mai gelten, zu informieren Das Institut hat auf dem Postweg USB-Sticks mit den neuen AGB verschickt.

Wie der ”Spiegel” berichtet, gingen die Briefe an knapp 15.000 Geschäftskunden heraus. Die 400.000 Privatkunden der Sparkasse hätten keine USB-Sticks erhalten.

Das Nachrichtenmagazin zitiert einen Experten der Cybersicherheitsfirma Trend Micro, der die Aktion als ”gut gemeint, aber etwas problematisch” bezeichnete. Denn wenn bekannt werde, dass Banken neue Regeln per USB-Stick übermitteln, könne das ein Anlass für Betrüger werden, selbst USB-Sticks mit gefälschtem Banken-Briefpapier zu verschicken. Die Datenträger seien besser für die Installation von Schadsoftware geeignet als Links in E-Mails: Es genüge meist schon, den Stick anzuschließen, um beispielsweise Spyware auf dem Computer zu installieren, die Passwörter mitliest. 

Die Sparkasse Bremen ist indes der Auffassung, dass die Echtheit der Briefe gut zu erkennen sei, berichtet der ”Spiegel” weiter. Bisher habe es ”kaum Beschwerden” von Firmenkunden gegeben, so eine Sprecherin gegenüber dem Magazin. Außerdem seien die AGB auch im Netz abrufbar: Neben dem aufgeklebten Stick sind QR-Code und Link auf dem Brief abgedruckt, um die AGB in einem PDF-Dokument zu öffnen. Die Alternative sei gewesen, rund 140 Seiten pro Kunde auszudrucken und zu verschicken. 

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