Berliner Volksbank sichert sich Finanzierungs-Know-how der Recon

Genossen in der Hauptstadt wollen mehr Risiko und streben mehr Private-Debt-Lösungen bei ihren Immobilienfinanzierungen an.
Das Logo der Berliner Volksbank. | Foto: Berliner Volksbank
Das Logo der Berliner Volksbank. | Foto: Berliner Volksbank

Die größte Volksbank Deutschlands möchte das Spektrum ihrer Immobilienfinanzierungen erweitern. Sie schreckt dabei nicht vor mehr Risiko zurück und geht eine strategische Partnerschaft mit der Recon, einem Investmentberatungshaus aus dem bayerischen Grünberg, ein. Schwerpunkt sollen Beratungsleistungen bei eigenkapitalähnlichen Finanzinstrumenten wie Mezzanine, Bridge, Senior und Whole-Loan-Krediten sein.

Beide Unternehmen werden darüber hinaus im Projektentwicklungs- und Bestandsgeschäft zusammenarbeiten. "Uns überzeugt der Ansatz der risikoadjustierten Wertschöpfung" sagt Carsten Jung, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank. "Wir können unseren regionalen Projektentwicklern zusätzliche Beratungskompetenz zur Verfügung stellen."

Auch Recon-Vorstand Marcus Kraft verspricht sich durch die Zusammenarbeit konkrete strategische Vorteile: "Wir bekommen auf diese Weise Zugang zu weiteren Netzwerken, genau wie wir der Berliner Volksbank neue Kontaktmöglichkeiten bieten."

Geschäftsbericht weist den strategischen Weg hin zu mehr Risiko

Das Engagement kann als eine konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie der Volksbank gewertet werden. So ist im Geschäftsbericht von einer "risikoorientierte[n] Erweiterung der Wertschöpfungskette, insbesondere im Bereich der Immobilien" die Rede. Dadurch solle das "Ergebnis des klassischen Bankgeschäfts" unterstützt werden. Getrieben wird dieser Weg - auch das lässt sich dem Geschäftsbericht entnehmen - durch die "anhaltende Negativzinsphase und eine intensive Wettbewerbssituation".

Die Berliner Volksbank hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mehr als 209.000 Mitglieder und eine Bilanzsumme von 16,9 Mrd. Euro. Das genossenschaftlich organisierte Kreditinstitut ist bereits jetzt an vielen Fintechs, wie beispielsweise dem Crowdinvestmentunternehmen Bergfürst oder dem Kassensystem-Anbieter Inventorum, beteiligt. Auch bei Immobilienunternehmen mischt das Kreditinstitut mit.

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