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Baader Bank verdoppelt im dritten Quartal ihre Erträge

Aber die Kosten steigen auch: Der Personalaufwand erhöhte sich um 40 Prozent.

Nico Baader, Vorsitzender des Vorstands | Foto: Baader Bank AG

Die Münchner Investmentbank Baader, deren Kunden derzeit von einem Datenklau bei Scalable Capital betroffen sind, kommt weiter gut durchs Jahr.

Was die Datenpanne bei Scalable Capital für Kunden und Partner bedeutet 

Auch im dritten Quartal gingen die Erträge nach oben – verdoppelten sich sogar auf knapp 156 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 74,7 Mio. Euro). Auslöser dafür ist laut Mitteilung des Instituts vor allem "die positive Entwicklung bei den Handelsumsätzen und im Provisionsgeschäft".

Ergebnis vor Steuern zieht ins Plus

Unterm Strich erreicht die Baader Bank damit ein Ergebnis vor Steuern (EBT), das anders als 2019 nach neun Monaten nun deutlich ins Plus zieht: Es liegt diesmal bei 38,1 Mio. Euro, nach -1,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis stieg zum Stichtag 30. September auf 66,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -4,0 Mio. Euro), die Bilanzsumme auf 751,2 Mio. Euro – was einem Plus von 21,7 Prozent entspricht.

Anstieg der Personalkosten, Rückstellungen im Kreditgeschäft 

Parallel erhöhten sich allerdings auch die Gesamtaufwendungen um insgesamt 53,5 Prozent auf 117,6 Mio. Euro. Der größte Posten entfiel aufs Personal: Bedingt durch variable Vergütungskomponenten ging es hier rauf auf 48,7 Mio. Euro (plus 39,5 Prozent).

Dazu kamen Verwaltungskosten (34,5 Mio. Euro), Ausgaben für Sachanlangen (6,1 Mio. Euro), den Fonds für allgemeine Bankrisiken (15 Mio. Euro) und Wertberichtungen im Kreditgeschäft (13,2 Mio. Euro).

Für das Gesamtergebnis 2020 erwartet die Bank eine weiterhin erhöhte Volatilität mit überdurchschnittlichen Handelsumsätzen, verursacht durch die starke Unsicherheit über die globale Bewältigung der Folgen der Pandemie und den anstehenden US-Wahlen. Der Vorstand bleibt also vorsichtig - eine Dividende für das laufende Jahr zu zahlen, ist aber nach wie vor geplant.

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