EZB kauft in ihrem PEPP-Programm Anleihen für rund 235 Mrd. Euro

Das höchste Volumen der Anleihekäufe entfiel auf Italien. Bei diesem Land wich die Notenbank auch vom Kapitalschlüssel ab.
EZB-Gebäude in Frankfurt am Main | Foto: picture-alliance 1 Daniel Kubirski
EZB-Gebäude in Frankfurt am Main | Foto: picture-alliance 1 Daniel Kubirski

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Zuge ihres wegen der Corona-Pandemie aufgelegten Anleihenkaufprogramms in den Monaten März bis Mai Anleihen im Volumen von 234,67 Mrd. aufgekauft. Dies teilte die Notenbank am Dienstag mit.

Der Großteil der Summe, nämlich 186,6 Mrd Euro entfiel dabei auf Anleihen öffentlicher Emittenten. Außerdem erwarb die EZB im Berichtszeitraum Commercial Paper für 35,38 Mrd. Euro, Unternehmensanleihen für 10,58 Mrd. Euro und Covered Bonds für 2,1 Mrd. Euro.

Beim Kauf von öffentlichen Anleihen erwarb die EZB italienische Papiere im Volumen von 37,37 Mrd. Euro. Auf Anleihen aus Frankreich entfielen 23,58 Mrd Euro, 22,39 Mrd. Euro auf Spanien und 46,75 Mrd. Euro auf Deutschland.

EZB weicht teilweise vom Kapitalschlüssel ab

Bei ihren Anleihekäufen wich die EZB in zwei Fällen vom Kapitalschlüssel ab. So entsprach das Volumen der aufgekauften italienischen Anleihen 21,6 Prozent, während der Anteil Italiens am eingezahlten EZB-Kapital 17,0 Prozent beträgt.

Auf der anderen Seite machte das Volumen öffentlicher Anleihen Frankreichs lediglich 13,7 Prozent aus, während die zweitgrößte europäische Volkswirtschaft 20,42 Prozent am eingezahlten Kapital der EZB hält.

Kaum Abweichungen vom Kapitalschlüssel machte die EZB indes beim Kauf deutscher und spanischer Anleihen.

 

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