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Wealth Manager verdienen in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet am besten

Eine Studie zeigt: Die Gehälter sind wegen des Kosten- und Ertragsdrucks nur moderat gestiegen.

Variable Vergütungen fallen nicht mehr so üppig aus. (Symbolbild) | Foto: picture-alliance/Christian Ohde

Wealth Manager in Deutschland haben in den vergangenen zwei Jahren höhere Fixgehälter und niedrigere variable Vergütungen erhalten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Stephan Unternehmens- und Personalberatung (SUP), aus der vorab einige Medien zitiert haben.

Den Angaben zufolge lag das Fixgehalt zu Beginn des Jahres bei durchschnittlich 124.000 Euro pro Jahr, verglichen mit 108.000 Euro zwei Jahre zuvor. Die variable Vergütung reduzierte sich im selben Zeitraum um 6000 auf 15.000 Euro.

"Es ist anzunehmen, dass das an den geänderten regulatorischen Maßnahmen liegt", sagte Dražen Mario Odak, Gesellschafter und Vorstand der SUP AG auf Anfrage von Finanzbusiness und verwies auf die Institutionsvergütungsverordnung mit ihren rechtlichen strengeren Vorgaben.

Es gab am Markt viele Turbulenzen, dann kam Corona

Dražen Mario Odak, Gesellschafter und Vorstand der SUP AG

Kosten- und Ertragsdruck führen zu moderatem Anstieg

Insgesamt seien die Gehälter nicht besonders gestiegen, fügte er hinzu. Dies sei auf die gesättigten Märkte und den Kosten- und Ertragsdruck zurückzuführen. Odak war an der Studie beteiligt und bestätigte die bereits vorab veröffentlichten Zahlen.

"Es gab am Markt viele Turbulenzen, dann kam Corona", sagte Odak. Deshalb werde die komplette Studie erst in den kommenden Wochen vorgelegt.

Für die Studie, die seit 1999 alle zwei Jahre erhoben wird, sind seinen Angaben zufolge mehr als 1000 Wealth Manager, die ein frei verfügbares Vermögen von Kunden ab einer Million Euro betreuen, in neun Regionen Deutschlands befragt worden, darunter Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt mit dem Rhein-Main-Gebiet und München.

Höchste Gehälter in Frankfurt-Rhein-Main

Am besten verdienten Wealth Manager in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet. Das Fixgehalt belief sich dort den Angaben zufolge auf 141.000 Euro und die variable Vergütung auf 21.000 Euro. Die niedrigsten Einkommen gebe es in Berlin mit 99.000 Euro beziehungsweise 1 000 Euro, hieß es.

Rund 62 % der Wealth Manager wären bereit, auf einen Teil ihrer variablen Vergütung zu verzichten und dafür andere Vorteile zu akzeptieren, hieß es. Freizeitausgleich und eine verringerte Arbeitszeit seien hier die mit Abstand bevorzugten Optionen, hieß es.

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