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US-Notenbanker sprechen sich gegen negative Leitzinsen aus

Markt wartet auf Lockerungen der Geldpolitik im Kampf gegen Corona-Krise.

US-Notenbank FED in Washington | Foto: picture-alliance Ulrich Baumgarten

Weitere Mitglieder der US-Notenbank Fed haben sich gegen die wachsende Markterwartung von negativen Leitzinsen in den USA ausgesprochen.

"Ich bin kein großer Fan von Zinsen im negativen Bereich", sagte der Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, am Montagabend in Atlanta. Ganz ähnlich äußerte sich am Vorabend auch der Präsident der regionalen Notenbank von Chicago, Charles Evans. Demnach seien Negativ-Zinsen ein Instrument, das in den USA nicht genutzt werden sollte.

Zuletzt hatte die Fed den Leitzins im März auf die Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent gesenkt. Bostic machte aber auch deutlich, dass die US-Notenbank alle geldpolitischen Instrumente in einer Krise im Blick habe und kein Instrument grundsätzlich ausgeschlossen werde. Beide Notenbanker sind Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss der Fed, wobei aber weder Bostic noch Evans in diesem Jahr stimmberechtigt sind.

Markt wartet auf Lockerung der Geldpolitik

Am Markt wächst derzeit die Erwartung, dass die US-Zentralbank ihre Geldpolitik im Kampf gegen die Corona-Krise weiter lockern und dabei den Leitzins in den negativen Bereich senken könnte. Zuvor hatte sich bereits der Fed-Vorsitzende Jerome Powell gegen mögliche negative Leitzinsen ausgesprochen.

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