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Lars Hille wird Chef bei der V-Bank in München

Der ehemalige Unternehmensberater soll Strategie, Finanzen und Controlling verantworten.

Lars Hille | Foto: Quelle: Lars Hille privat

Lars Hille, seit November 2018 Senior Partner Financial Services der Unternehmensberatung Roland Berger wechselt zum 1. Juli in den Vorstand der V-Bank in München. Der 57-Jährige, der bereits seit Juli 2018 als Aufsichtsrat der „Bank der Vermögensverwalter“ tätig ist, wird nach Unternehmensangaben als Vorstandssprecher die Steuerung von Strategie, Finanzen und Controlling verantworten.

„Mit Lars Hille konnten wir einen erfahrenen und innovativen Banker gewinnen, der die erfolgreiche Plattformstrategie der V-Bank weiter vorantreiben wird“, erklärt Jürgen Steffan, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. „Sein jüngster beruflicher Fokus auf die Digitale Transformation von Finanzdienstleistern wird zudem helfen, die Positionierung der V-Bank als Ökosystem für Vermögensverwalter weiter zu stärken.“

Sein jüngster beruflicher Fokus auf die Digitale Transformation von Finanzdienstleistern wird zudem helfen, die Positionierung der V-Bank als Ökosystem für Vermögensverwalter weiter zu stärken.

Jürgen Steffan, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der V-Bank

Mehr als 15 Jahre Erfahrung im Management

Lars Hille der bei Roland Berger schwerpunktmäßig für Digitalisierung, Marktstrategien und Effizienz zuständig sei, sieht es nach Angaben von Kiefer als noch spannendere Aufgabe an statt zu beraten es selber zu machen. Von 2007 bis zum Herbst 2017 verantwortete Hille den Angaben zufolge als Konzernvorstand unter anderem das Kapitalmarktgeschäft und Private Banking der DZ BANK AG in Frankfurt am Main. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner bringe mehr als 15 Jahre Erfahrung im Top-Management und in Spitzengremien in die Vorstandsarbeit ein. Dazu gehörten auch Mandate für die Frankfurter Wertpapierbörse und EUREX im Börsenrat oder für die Börsensachverständigenkommission des Bundesministeriums der Finanzen.

Umbau im Vorstand

Zudem wird ab Herbst der Vorstand der V-BANK um Florian Grenzebach (41) erweitert, der bislang dort Generalbevollmächtigter war. Der jetzige Marktfolge-Vorstand Stefan Lettmeier (55), bereits seit 2010 Vorstandsmitglied, wird seinen Vertrag bis 2026 verlängern. Im neuen dreiköpfigen Vorstand übernimmt Florian Grenzebach, die Verantwortung für Vertrieb, Kundenservice und Handel übernehmen. Stefan Lettmeier wird die Bereiche Konto- und Depotservice, IT/Organisation und Personal verantworten.

Wir wollen die Weichen für die Zukunft stellen. Das gilt insbesondere auch auf personeller Seite.

Markus Kiefer. Leiter Unternehmenskommunikation der V-Bank

„Wir wollen die Weichen für die Zukunft stellen. Das gilt insbesondere auch auf personeller Seite“, erklärte Markus Kiefer, Leiter Unternehmenskommunikation, auf Anfrage von FinanzBusiness am Dienstag.

Der freie Platz im sechsköpfigen Aufsichtsrat soll im Juli zeitnah besetzt und anschließend ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Ein Datum dafür stehe noch nicht fest, aber der Vorstand sei mit fünf Aufsichtsräten voll funktionstüchtig und werde laut Satzung auch wieder auf sechs aufgestockt, erklärte Kiefer.

Mit der neu formierten Spitze will das Münchner Spezialinstitut seine Wachstumspläne unter anderem durch regionale Expansion in der DACH-Region, Kundengewinnung und -zufriedenheit sowie Digitalisierung des Ökosystems für Vermögensverwalter und Family Offices weiter vorantreiben, heißt es in einer Pressemitteilung der Bank.

Betreutes Kundenvermögen bei knapp 20 Mrd. Euro

Die 2008 gegründete V-Bank betreute eigenen Angaben zufolge zum 31.03.2020 mit 68 Mitarbeitern Mandantengelder von mehr als 400 bankenunabhängigen Vermögensverwaltern und 45 Single Family Offices in Höhe von rund 19,8 Mrd. Euro. Das durchschnittliches Anlagevolumen pro Kunde: betrage 700.000 Euro.

Das Institut gehört zu 81,9 % Vermögensverwalter und Family Offices, davon 47,9 % HORUS V-Bank Holding GmbH, 15,0 %W&W Gesellschaft für Finanzbeteiligung GmbH und zu 3,1 %Management und Mitarbeitern.

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