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Bayerische Volks- und Raiffeisenbanken finanzieren 55 Prozent der Hilfskredite aus bankeigenen Mitteln - GVB

Die 90-Tage Fälligkeitsregel ist für Krisenbewältigung bei Krediten hinderlich. „Wer den Motor abschaltet muss auch eine Vorstellung davon haben, wie er ihn wieder ins Laufen bringt", fordert Verbandspräsident Jürgen Gros.

GVR-Präsident Jürgen Gros | Foto: GVR

1.500 Anfragen nach Krediten und 1.900 nach Tilgungen erhalten die 227 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern während der Corona-Krise im Tagesdurchschnitt. Dies, so Jürgen Gros, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) im Gespräch mit Finanzbusiness, zeige, wo der Bedarf liege. Und genau hier sei den Banken trotz staatlicher Hilfspakete für die Wirtschaft ein enges Korsett angelegt.

Längere Frist bei Tilgungsstundung

 

Die 90-Tage Fälligkeitsregel bei Krediten sei bei der Krisenbewältigung hinderlich. Denn Kredite, die länger als 90 Tage nicht bedient werden, gelten entsprechend des Aufsichtsrechts  als ausfallgefährdet und müssen zwei Jahre lang engmaschig überwacht und dokumentiert werden. Gros fordert deshalb nach dem Paket der Bundesregierung zur Stundung von Mieten und Steuern auch eine längere Frist bei der Tilgungsstundung ohne aufsichtliche Restriktionen. „Ein halbes Jahr wäre angemessen und hilfreich“, meint Gros. Dies wäre nicht nur in der Corona-Krise angesagt, sondern auch langfristig wünschenswert. Nicht die Politik, sondern die Aufseher seien gefordert.

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