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Nach EZB und FED: Auch Chinas Notenbank senkt kurzfristige Zinsen für Geschäftsbanken

Stärkste Zinssenkung seit 2015

Chinesische 100 Renminbi Yuan Geldscheine | Foto: picture alliance/dpa

Die chinesische Notenbank greift der Wirtschaft des Landes im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise mit niedrigeren kurzfristigen Zinsen für die Banken unter die Arme. Der Zinssatz für Notenbankgeld, das den Geschäftsbanken den Landes im Rahmen sogenannter Repo-Geschäfte für einen Zeitraum von sieben Tagen zur Verfügung gestellt wird, werde von zuvor 2,4 Prozent auf 2,2 Prozent gesenkt, teilte Chinas Zentralbank am Montagmorgen (30. März 2020) mit. Das Kreditgeschäft habe ein Volumen von 50 Mrd. Yuan (etwa 6,5 Mrd. Euro). Mit der Maßnahme wollen die Notenbanker für ausreichend Liquidität im Finanzsystems sorgen und damit der angeschlagenen Wirtschaft des Landes unter die Arme greifen.

Nach Einschätzung des Analysten Hao Zhou von der Commerzbank schaltet Chinas Zentralbank "in den Aggressivmodus". Die Zinssenkung sei die stärkste seit 2015 gewesen. Die Maßnahme zeige, "dass die chinesische Geldpolitik einen Gang höher geschaltet hat und nunmehr auf der globalen Lockerungswelle mitreitet". Zuvor hatten führende Zentralbanken wie die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank (EZB) und die britische Notenbank mit umfangreichen Notmaßnahmen auf die Corona-Krise reagiert

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Innerhalb des gesamten ersten Halbjahrs 2022 ist das Vorsteuerergebnis allerdings von 114 Mio. auf 107 Mio. Euro gesunken. Das Zins- und Provisionsergebnis bewegt sich etwa auf dem Niveau der Vorjahreszeiträume. Vorstandschef Andreas Arndt erwartet das Neugeschäftsvolumen bis zum Ende des Jahres unteren Ende der Prognosen.

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