Baufinanzierung: Sparkassen sehen erste Lichtblicke

Am Markt für Wohnimmobilien deutet sich eine Erholung an. Schwierig bleibt die Lage bei Büros, hier dürften die Leerstände steigen. 
Die dunklen Wolken am Wohnungsmarkt könnten sich bald verziehen, glaubt die Sparkassen-Finanzgruppe. | Foto: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt
Die dunklen Wolken am Wohnungsmarkt könnten sich bald verziehen, glaubt die Sparkassen-Finanzgruppe. | Foto: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Der deutsche Immobilienmarkt hat seine Erholungsphase eingeläutet. Laut einer aktuellen Einschätzung der Sparkassen-Finanzgruppe zeichnet sich für die kommenden Monate nach dem Preisrückgang des Vorjahres eine leichte Aufwärtsbewegung sowohl bei Neubauten als auch bei Bestandsimmobilien und Eigentumswohnungen ab. Zudem sei die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten nach einem zweijährigen Rückgang wieder gestiegen, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

”Dieses positive Signal darf nicht gefährdet werden”, meint Karolin Schriever, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV. Um den Wohnungsbau anzukurbeln, fordert sie finanzielle Förderung, vereinfachte Genehmigungsverfahren und steuerpolitische Maßnahmen wie bessere Abschreibungsbedingungen und dass für den Kauf der ersten selbst genutzten Immobilie keine Grunderwerbsteuer erhoben wird.

Schriever: Kapitalvorschriften dürfen nicht einschränken

Allerdings warnt Schriever vor zu strengen Eigenkapitalvorschriften, die den Spielraum der Sparkassen bei der Kreditvergabe einschränken könnten. ”Daher ist es wichtig, den Instituten Luft zum Atmen zu geben, damit sie die Bautätigkeit mit ihren Kreditvergabemöglichkeiten unterstützen können.“

Weniger optimistisch sind die Aussichten für den Büroimmobilienmarkt. Moritz Kraemer, Chefvolkswirt der LBBW, sieht dieses Segment weiterhin vor großen Herausforderungen. Er erklärt: ”Der Trend zum Homeoffice hält an, das führt zu höheren Leerständen.” Er schätzt, dass über einen Zeitraum von sieben Jahren etwa zwölf Prozent Bürofläche frei werden könnten.

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