FinanzBusiness

Sparkassen-Finanzgruppe setzt auf Debit Mastercard statt Maestro - oder?

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat seit vergangenem Jahr die Debit-Mastercard im Angebot, die die Maestro-Karte nach Wunsch von Mastercard spätestens von Juli 2023 an ablösen soll. Die Akzeptanz ist allerdings schwach.

Eine Mastercard mit Sparkassen-Logo. | Foto: picture alliance / AP Photo | Martin Meissner

Der DSGV hat zunächst entspannt auf die Nachricht vom Aus der Maestro-Karte reagiert. Das geht aus einer Stellungnahme für FinanzBusiness hervor.

Veränderungen bei den internationalen Debitzahlverfahren haben sich bereits abgezeichnet. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat dies frühzeitig für eine Weiterentwicklung genutzt und mit der Kombination der Debitzahlverfahren girocard sowie Debit Mastercard (DMC) eine neue Generation der Sparkassen-Card geschaffen.

Eine Sprecherin des DSGV zu FinanzBusiness

"Veränderungen bei den internationalen Debitzahlverfahren haben sich bereits abgezeichnet. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat dies frühzeitig für eine Weiterentwicklung genutzt und mit der Kombination der Debitzahlverfahren girocard sowie Debit Mastercard (DMC) eine neue Generation der Sparkassen-Card geschaffen.", sagte eine DSGV-Sprecherin zu FinanzBusiness. Die neue Karte stehe den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe bereits zur Ausgabe und als mögliches Nachfolgeprodukt zur Verfügung.

Neue Sparkassen-Debit-Card auch E-Commerce-fähig

Als Gründe für den frühen Wechsel zur "Sparkassen-Card DMC" nannte die Sprecherin die im Vergleich zur "Sparkassen-Card Maestro" funktional höherwertig ausgestattete Debitkarte. "Unter anderem zeichnet sie sich durch ein deutlich größeres weltweites Akzeptanznetzwerk als auch durch die Befähigung für den E-Commerce aus", sagte sie.

Das Akzeptanznetzwerk mag groß sein, die Akzeptanz innerhalb der Sparkassengruppe wohl eher gering. Anfang des Jahres hatte Finanz-Szene berichtet, "allenfalls fünf Prozent" der Sparkassen würden ihren Kunden die DCM anbieten. Auf Nachfrage von FinanzBusiness nahm der DSGV jetzt wie folgt Stellung: "Der Prozess der Einführung und des Kartentauschs ist auf mehrere Jahre angelegt. Die Kartenausgabe ist seit Herbst 2020 möglich. Erste Institute haben Karten an Kunden ausgegeben und Girokonten mit der Karte ausgestattet."

Nähere Daten liegen uns dazu nicht vor. Die Größenordnung der fünf Prozent stimmt unserer Kenntnis nach immer noch.

Eine Sprecherin des DSGV zu FinanzBusiness

Auf die konkrete Nachfrage, wie viele der Sparkassen inzwischen die DCM-Variante anbieten und wie viele Kunden sie schon nutzen, antwortete der DSGV: "Nähere Daten liegen uns dazu nicht vor. Die Größenordnung der fünf Prozent stimmt unserer Kenntnis nach immer noch."

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