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Stadtsparkasse Düsseldorf gewährt Verwahrentgelt-Verweigerern eine letzte Karenzzeit

Das Institut aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt versucht noch ein letztes Mal, den Dialog mit den verbliebenen 20 Kunden zu suchen. Morgen werden die Konten eingefroren, das Geld Mitte April zum Amtsgericht überwiesen.

Foto: Stadtsparkasse Düsseldorf

Die Stadtsparkasse Düsseldorf bleibt ihrem angekündigten Kurs treu und friert die Konten von 20 Kunden zum 7. April ein, wenn diese sich nicht auf ein Verwahrentgelt einlassen. Das Institut erhebt ab 250.000 Euro bei Bestandskunden 0,5 Prozent Negativzinsen.

Ursprünglich war diese Maßnahme allerdings schon zum 31. März angekündigt, nun gewehrt das Institut nochmal eine kleine Karenzzeit wegen des langen Oster-Wochenendes. Volker Schleede, Pressesprecher der Stadtsparkasse Düsseldorf erklärt FinanzBusiness das weitere Verfahren:

Die betroffenen Kunden haben dann noch zwei Wochen Zeit, sich bei uns zu melden und eine Verwahrentgeltvereinbarung zu unterschreiben. Wir gehen davon aus, dass viele Kunden dies auch machen werden.

Volker Schleede, Pressesprecher der Stadtsparkasse Düsseldorf

"Die betroffenen Kunden haben dann noch zwei Wochen Zeit, sich bei uns zu melden und eine Verwahrentgeltvereinbarung zu unterschreiben. Wir gehen davon aus, dass viele Kunden dies auch machen werden", sagt Schleede. Bereits zwei Kunden konnten davon überzeugt werden, die Geschäftsbeziehung nicht zu beenden, denn zur Bilanzpressekonferenz Ende März waren es noch 22 Fälle.

Für die Stadtsparkasse Düsseldorf sind die Freibeträge bei den Verwahrentgelten nicht in Stein gemeißelt

Geld wird beim Amtsgericht gelagert

An ihr Geld kommen die Kunden also ab morgen nicht mehr, bis dahin können Sie noch eine Transaktion auf das Konto einer anderen Bank veranlassen. Passiert dies nicht, geht der Vorgang den vordefinierten Weg, wie Schleede erklärt: "Erst danach wird das Geld an das Amtsgericht Düsseldorf überweisen, das die Summe wiederum auf ihr Konto bei der Bundesbank einzahlt."

Dann ist die Bank nicht mehr Ansprechpartner für die Kunden, sie müssen sich an das Amtsgericht wenden, wo das Geld gelagert ist.

Die Stadtsparkasse Düsseldorf gehört mit einer Bilanzsumme von knapp 13,5 Mrd. Euro zu den größten deutschen öffentlich-rechtlichen Instituten.

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