FinanzBusiness

Blockchain-Forscher Sandner lobt EU-Vorschläge zu Kryptoassets

Einige Regelungen hält Sandner aber für verbesserungswürdig. Die EU-Kommission hatte am Donnerstag ihr sogenanntes Digital Finance Package vorgestellt.

Prof. Philipp Sandner Foto: Frankfurt School of Finance & Management

Der Leiter des Blockchain Centers an der Frankfurt School of Finance, Philipp Sandner, hat den Vorschlag der EU-Kommission zur Kryptoregulierung als gelungen bezeichnet. Er ist Teil des sogenannten Digital Finance Package, mit dem unter anderem Digitalwährungen reguliert werden sollen.

Die EU-Kommission stellt ihr Digital Finance Package vor

Der Börsen-Zeitung sagte Sandner dazu, es sei gut, dass nach Marktkapitalisierung 95 Prozent und nach Anzahl immerhin noch 85 Prozent der aktuell existierenden Kryptoassets erfasst würden.

Ausdifferenzierung notwendig

"Etwas enttäuschend ist allerdings, dass in der Folge sehr breite Silos für einige große Tokenklassen geschaffen werden - dies wird den Möglichkeiten und der Vielfalt der Blockchain-Technologie noch nicht gerecht", sagt Sandner weiter. Kryptoassets müssten differenzierter betrachtet werden.

"Libra ist jetzt viel mehr"

Sandner sieht hier aber offensichtlich Entwicklungspotenzial. Laut Börsen-Zeitung bezeichnete er die Regelungen der Schweiz und Liechtensteins als bahnbrechend. Dies sei allerdings in einem Wirtschaftsraum von der Größe der EU nicht sofort möglich.

Da es keine Einlagensicherung wie im Bankwesen gebe, werde die neue Regulierung aber den Anlegerschutz stärken, sagte Sandner zudem.

Dieser Beitrag hat Ihr Interesse geweckt: Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an.

Mehr dazu