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US-Gesetzesvorschlag behindert nachhaltiges Investieren

In den USA formiert sich derzeit unter Vermögensverwaltern eine Kampagne gegen einen Vorschlag aus dem US-Arbeitsministerium. Der würde nachhaltiges Investieren deutlich schwerer machen.

Keimling und Münzenstapel (Symbolbild) | Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/C. Ohde

In den USA baut sich eine breite Front gegen einen Gesetzesentwurf auf, der es Vermögensverwaltern erschweren würde, sich an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten.

Wie das Handelsblatt berichtet, wenden sich daher große Vermögensverwalter wie State Street Global Advisors derzeit öffentlich gegen einen Vorschlag des US-Arbeitsministeriums. Der sieht vor, dass Verwalter privater Pensionsgelder künftig belegen müssen, dass sie keine Ertragseinbußen hinnehmen, wenn sie sich bei ihren Investments an Nachhaltigkeitskriterien orientieren. Der Vorschlag soll noch im November, also vor der US-Präsidentschaftswahl, Gesetz werden.

Pläne laufen globalem Trend zuwider

Die Pläne für das neue Gesetz wurden im Juni bekannt und widersprechen einem globalen Trend in der Finanzindustrie. Insbesondere in Europa gewinnen die sogenannten Environmental, Social and Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) derzeit an Bedeutung.

Für die Vermögensverwalter von Pensionskassen ist die neue Richtung des US-Arbeitsministeriums daher ein Dilemma: Die neuen US-Regeln würden sie davon abhalten, finanziell wesentliche ESG-Risiken und Chancen für ihre Investitionen zu bewerten, während genau das in Europa mehr und mehr gefordert ist.

Unter den Gegnern des Gesetzentwurfes sind neben State Street Global Advisors auch Vanguard und Franklin Resources. Der US-Altersvorsorgemarkt verfügt insgesamt über einen Kapitalbestand von rund elf Billionen Dollar.

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