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Inflation in der Eurozone fällt im April stärker als erwartet, Verbraucherstimmung positiv

Die EZB ist weit von ihrem Ziel entfernt, annähernd zwei Prozent Inflation zu haben. Die Stimmung bei den Verbrauchern ist positiv.

Von Inflation kann in der Eurozone praktisch keine Rede mehr sein. (Symbolbild) | Foto: picture alliance

In der Eurozone ist die Inflation im April noch stärker zurückgegangen als erwartet. Das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg ermittelte in der zweiten Schätzung Verbraucherpreise, die um 0,3 Prozent höher lagen als ein Jahr zuvor.

Im Monatsvergleich erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent. Im März hatte die Jahresinflationsrate 0,7 Prozent betragen. In einer ersten Schätzung für April war noch ein Anstieg von 0,4 Prozent ermittelt worden.

Energie deutlich billiger als vor einem Jahr

Günstiger als im April 2019 war vor allem Energie, für die 9,7 Prozent weniger bezahlt werden musste. Deutlich teurer wurden dagegen Lebensmittel. Die Preise unverarbeiteter Nahrungsmittel stiegen im Schnitt um 7,6 Prozent zum Vorjahresmonat.

Dienstleistungen und Industriegüter verteuerten sich dagegen deutlich schwächer. Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel betrug 0,9 Prozent. Hier wurde die Erstschätzung bestätigt.

Das Inflationsziel der EZB

Die Inflation liegt damit deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent. Experten gehen davon aus, dass sie sich in den kommenden Monaten wegen der schweren Rezession weiter abschwächt. Die jüngste Erholung der Rohölpreise dürfte jedoch leicht erhöhend wirken.

Indikator für Verbraucherstimmung erholt sich

Die Verbraucherstimmung in der Eurozone hat sich Mai hingegen von ihrem tiefen Fall etwas erholt. Im Vormonat hatte sie sich in Folge der Auswirkungen der Corona-Krise massiv eingetrübt.

Wie die EU-Kommission am Mittwoch (20. Mai) in Brüssel mitteilte, stieg der von ihr erhobene Indikator im Mai um 3,2 Punkte auf minus 18,8 Zähler. Analysten hatten einen weiteren Einbruch in Richtung der Tiefstände während der globalen Finanzkrise 2008/2009 erwartet.

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