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Suche nach einem Nachfolger für Mersch hat begonnen

Das EZB-Direktoriumsmitglied wird das Gremium Ende des Jahres verlassen. Potenzielle Nachfolger bringen sich bereits in Stellung.

EZB-Direktor Yves Mersch Foto: picture alliance / AP Photo

Im Dezember scheidet EZB-Direktor Yves Mersch aus dem Amt. Nun brödelt bereits die Gerüchteküche, wer ihn beerben könnte.

Laut einem Bericht von Handelsblatt haben die Finanzminister der Euro-Zone die Suche nach einem Nachfolger bereits eingeleitet. Neben Mersch gibt es im EZB-Direktorium derzeit keinen Experten für Bankenaufsicht. Daher wird sein Nachfolger im Direktorium voraussichtlich auch seine Nachfolge als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsgremiums der EZB (SSM) antreten.

Man werde das Thema im Oktober wieder aufnehmen, „dann werden wir versuchen, einen Kandidaten auszuwählen“, sagte Eurogruppen-Chef Paschal Donohoe am Freitag (11. September). Im sechsköpfigen Direktorium der Notenbank ist der Luxemburger Mersch derzeit für das Ressort Recht zuständig.

Laut dem niederländischen Finanzminister Wopke Hoekstra will sein Land Frank Elderson, seit 2011 Direktor für Bankenaufsicht bei der niederländischen Notenbank, vorschlagen.

Auch Bostjan Jazbec, Direktor bei der Bankenabwicklungsbehörde SRB in Brüssel, werden Ambitionen auf den Job nachgesagt. Er war vor seinem Wechsel nach Brüssel Notenbankgouverneur Sloweniens. Ein weiterer potenzieller Nachfolger ist Peter Kazimir, seit Juni 2019 slowakischer Notenbankgouverneur.

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