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Faber geht als Aufsichtsratschef der Deutschen Börse

Am heutigen Dienstag leitet der 70-jährige Joachim Faber zum letzten Mal die Hauptversammlung des Dax-Konzerns.

Joachim Faber bei der Hauptversammlung der Deutschen Börse 2019. | Foto: picture alliance/Andreas Arnold/dpa

Seine erste Online-Hauptversammlung wird auch seine letzte sein: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse AG, Joachim Faber, räumt mit Ablauf der Veranstaltung seinen Posten. Faber hatte seit Mitte 2012 das Aufsichtsgremium geleitet.

Sein Nachfolger wird Martin Jetter, der von 2015 bis 2019 bei IBM als Senior Vice President die Konzernsparte Global Technology Services leitete. Seitdem ist er Senior Vice President der IBM Corporation and Chairman IBM Europe in Madrid. Der Diplom-Ingenieur, Jahrgang 1959, ist seit 1986 bei IBM.

"Wir haben viel erreicht", bilanzierte Faber in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Ende vergangener Woche. "Aber es ist bisher nicht gelungen, die Börse so zu positionieren, dass sie im Konzert mit den Großen auf Dauer mithalten kann."

Es ist bisher nicht gelungen, die Börse so zu positionieren, dass sie im Konzert mit den Großen auf Dauer mithalten kann.

Der scheidende Deutsche-Börse-Aufsichtsratschef Joachim Faber


Wachstum - auch durch Zukäufe

In der vorab veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung, die wegen der Corona-Pandemie erstmals komplett als Online-Veranstaltung ausgerichtet wird, mahnt Faber: "Wir müssen weiterhin jede Chance ergreifen, profitables Wachstum zu generieren."

Zuletzt hatte die Deutsche Börse eher kleinere Zukäufe getätigt. Der letzte größere Fusionsversuch platzte im Frühjahr 2017: Auch im dritten Anlauf wurde nichts aus einem Zusammenschluss des Frankfurter Marktbetreibers mit der Londoner Börse LSE.

Der seit Anfang 2018 amtierende Konzernchef Theodor Weimer kündigte an, dass Zukäufe in der Strategie für die nächsten Jahre "eine wichtige Rolle spielen" werden. Der Manager sucht nach früheren Angaben unter anderem nach Verstärkung im Devisenhandel.

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