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Münchener Hyp sieht Nachfragerückgang bei gewerblicher Immobilienfinanzierung

Zusagevolumen fällt im Neun-Monats-Zeitraum bis Ende September 2020 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um ein Viertel auf 1,5 Mrd. Euro

Louis Hagen, Vorstandsvorsitzender Münchener Hyp Foto: Münchener Hyp

Die Münchener Hypothekenbank (MünchenerHyp) hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres den Zinsüberschuss auf 255,2 Mio. Euro gesteigert. Zudem setzte sich das Wachstum der Hypothekenbestände fort. Diese erhöhten sich seit Jahresanfang um rund 2,0 Mrd. Euro auf 37,4 Mrd. Euro zum 30. September 2020, heißt es in einer Mitteilung der genossenschaftlichen Bank am Montag.

Unsere Kunden schätzen es, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen grundsätzlich finanzierungsbereit sind. So konnten wir unter angepasster Planung gutes und risikoverträgliches Neugeschäft abschließen, insbesondere am deutschen Immobilienmarkt, der bei den Investoren weiter als sicherer Hafen gilt.

Louis Hagen, Vorstandsvorsitzender, MünchenerHyp

„Unsere Kunden schätzen es, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen grundsätzlich finanzierungsbereit sind. So konnten wir unter angepasster Planung gutes und risikoverträgliches Neugeschäft abschließen, insbesondere am deutschen Immobilienmarkt, der bei den Investoren weiter als sicherer Hafen gilt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Louis Hagen in der Mitteilung.


Nachfragerückgang im Segment der gewerblichen Immobilienfinanzierung

In der gewerblichen Immobilienfinanzierung verringerte sich das Zusagevolumen zum 30. September 2020 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um ein Viertel auf 1,5 Mrd. Euro. Dagegen war das Neugeschäft in der privaten Wohnimmobilienfinanzierung mit 2,9 Mrd. Euro lediglich um 68 Mio. Euro unter dem Ergebnis zum 30. September 2019.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug zum 30. September 2020 45,7 Mio. Euro (30.09.2019: 58,3 Mio. Euro). Der zeitanteilige Jahresüberschuss – nach Abzug der Steuern – belief sich auf 23,7 Mio. Euro (30.09.2019: 30,9 Mio. Euro).

Harte Kernkapitalquote zuletzt bei 18,7 Prozent

Die harte Kernkapitalquote lag zum 30. September 2020 mit 18,7 Prozent (31.12.2019: 19,8 Prozent) weiter deutlich über den gesetzlichen und aufsichtlichen Anforderungen. Die Kernkapitalquote belief sich auf 20,3 Prozent (31.12.2019: 21,4 Prozent). Die Gesamtkapitalquote betrug 20,8 Prozent (31.12.2019: 22,1 Prozent).

Für den Markt für Wohnimmobilien in München hatten die Marktbeobachter von UBS in einem im September vorgelegten Bericht vor einer Überhitzung gewarnt.

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