Ex-Chef der Sparda-Bank Münster erzielt Teilerfolg bei Revision

Der Bundesgerichtshof gab dem Einspruch des Vorstands in einem Punkt recht. Eine andere Kammer des Landgerichts muss nun klären, welche Rolle die Zahlung einer Managerhaftpflichtversicherung spielt.
Im Prozess gegen den ehemalige Vorstandschef Enrico Kahl stellte das BGH jetzt, nach mehrjähriger Verfahrensdauer, einen Rechtsfehler fest. | Foto: picture alliance/dpa | David Inderlied
Im Prozess gegen den ehemalige Vorstandschef Enrico Kahl stellte das BGH jetzt, nach mehrjähriger Verfahrensdauer, einen Rechtsfehler fest. | Foto: picture alliance/dpa | David Inderlied
Von Daniel Rohrig, mit Material von dpa

Der ehemalige Chef der Sparda-Bank, Enrico Kahl, ist vor einiger Zeit wegen Untreue zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Zudem sollte er Geld zurückzahlen. Gegen Teile des Urteils hat er Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Mit Erfolg.

Bewährungsstrafe wegen Untreue

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied jetzt, dass das Landgericht Münster einen Punkt des Urteils neu verhandeln muss. Kahl war wegen Untreue in 141 Fällen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht ordnete außerdem 300 Sozialstunden und die Einziehung von knapp 200.000 Euro als Wertersatz an. 

Rechtsfehler bei der Bewertung

Der BGH stellte Rechtsfehler bei der Bewertung fest. Eine andere Kammer des Landgerichts muss nun klären, welche Rolle die Zahlung einer Managerhaftpflichtversicherung spielt. 

Die Sparda-Bank Münster war eine Genossenschaftsbank, deren Kunden ursprünglich Eisenbahner waren. 2018 fusionierte sie mit der Sparda-Bank West in Düsseldorf. 

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