Kreditvolumen der Weser-Ems-Genossen steigt um 2,4 Prozent

Die Kundeneinlagen sanken im ersten Halbjahr 2023 um 1,1 Prozent. Im vergangenen Jahr sah das alles noch deutlich besser aus. Die Verbands-Chefs geben sich für das Gesamtjahr verhalten optimistisch.
Verbandsvertreter des Genossenschaftsverbands Weser-Ems. | Foto: Genossenschaftsverband Weser-Ems
Verbandsvertreter des Genossenschaftsverbands Weser-Ems. | Foto: Genossenschaftsverband Weser-Ems

Die 50 Mitgliedsinstitute des Genossenschaftsverbands Weser-Ems haben im ersten Halbjahr 2023 ihr Kreditvolumen um 2,4 Prozent gesteigert.

Die Kundeneinlagen sind nach den Worten von Verbands-Chef Johannes Freundlieb inflationsbedingt leicht um 1,1 Prozent abgeschmolzen. 

In der Ergebnisvorausberechnung ergibt sich seinen Worten nach nun ein Betriebsergebnis vor Bewertung, das sich deutlich über dem bereits guten Vorjahresniveau bewege. 

”Die Zahlen zeigen, dass das Geschäftsmodell unserer Genossenschaftsbanken funktioniert“, betonte Axel Schwengels, der Co-Direktor des Verbands. Das Ende der Niedrigzinsphase wirke sich positiv auf die Genossenschaftsbanken aus.

Prognose: Befriedigender bis guter Verlauf

Für das laufende Geschäftsjahr 2023 erwartet Schwengels einen ebenfalls ”befriedigenden bis guten Verlauf”, wie es allgemein in einer Mitteilung zur Veranstaltung hieß. 

Die 50 Mitgliedsinstitute des Verbands Weser hatten im ersten Halbjahr 2023 ihr Kreditvolumen um 7,2 Prozent auf insgesamt rund 28,3 Mrd. Euro gesteigert.

Bei den Einlagen hatten die Genossenschaftsbanken ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 7,9 Prozent auf 25,1 Mrd. Euro eingefahren, wie der Verband auf der Halbjahrestagung mitteilte. 

Bilanzsumme kletterte 2022 auf 766 Mio. Euro

Die durchschnittliche Bilanzsumme der genossenschaftlichen Geldhäuser war von 690 auf rund 766 Mio. Euro geklettert. Das Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 0,92 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme liegt nach den Worten der Interessenvertreter leicht über dem Vorjahreswert. Dies stellt nach den Worten von Schwengels einen bundesweiten Spitzenwert dar. 

Kritik an EU-Plänen im Finanz- und Bankensektor

Kritik äußerte Schwengels auf der in Oldenburg abgehaltenen Konferenz hinsichtlich der aktuellen Pläne der EU-Kommission zum Finanz- und Bankensektor. Insbesondere der Gesetzentwurf zum Krisenmanagement und zur Einlagensicherung (CMDI-Review) sowie die Überlegungen zur Kapitalmarktunion gefährdeten das bewährte System der genossenschaftlichen Institutssicherung sowie die kreditbasierte Finanzierung der mittelständischen Wirtschaft, monierte er. 

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