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VR-Bank Würzburg setzt auf neue Geschäftsfelder

Die neuen Ideen sind mehr oder weniger banknah, gleichen aber mittlerweile wegbre­chen­de Zins­ein­nah­men zu etwa einem Drittel aus, sagt der stell­ver­tre­ten­de Vorstands­vor­sit­zen­de Joachim Erhard.

Die Vorstände der Volksbank Würzburg (von links): Claus Reder, Rainer Wiederer und Joachim Erhard | Foto: Volksbank Würzburg

Neue Geschäftsfelder erfordern den Blick über den Tellerrand und ein Verständnis für Prozesse. Die Ideen sind dabei mehr oder weniger banknah. So beschreibt Joachim Erhard, stellvertretender Vorstands­vor­sit­zen­der der VR-Bank Würzburg, das Vorgehen bei der Entwicklung neuer Geschäftfelder im Gespräch mit der FAZ.

Erhard zufolge lassen sich die wegbrechenden Zinseinnahmen - für das Institut geht es hier um eine siebenstellige Summe - mit dem Digitalgeschäft zu einem Drittel ausgleichen.

Zu den neuen Geschäfts­fel­dern gehört ein mit dem Fintech Crowd­desk betrie­be­nes Inter­net­por­tal namens VR-Crowd, auf dem die VR-Bank Würz­burg von ihr geprüf­te Immo­bi­li­en­pro­jek­te von Bauträ­gern anbie­tet. 

Crowd- und Netzwerkeffekte

Das Frankfurter Start-up Crowddesk hatte Anfang Juni in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 8,5 Mio. Euro eingesammelt. 2015 von Jamal El Mallouki und Johannes Laub gegründet, hat Crowddesk sich zum Ziel gesetzt, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen einen einfachen Zugang zu privaten Investoren zu ermöglichen.

Crowddesk sammelt 8,5 Millionen Euro ein

Die VR-Bank Würzburg setzt auf ihre Positionierung als Netzwerkknoten, indem sie für Privat­kun­den gegen Entgelt verschiedene Dienst­leis­tun­gen erbringt, etwa die Digi­ta­li­sie­rung priva­ter Unter­la­gen oder die Vermittlung von Hand­wer­kern in der Region.

Die VR-Bank Würzburg steht in der Rangliste der Genossenschaftsbanken 2020 mit einer Bilanzsumme von rund 2,2 Mrd. Euro auf Platz 121.

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Das Institut will in den kommenden drei Jahrzehnten "Net Zero" werden und ihr Portfolio grundlegend umbauen: Bereits bis 2025 soll sich das nachhaltige Geschäftsvolumen verdreifachen - auf dann 300 Mrd. Euro.

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