FinanzBusiness

Scalable Capital knackt die Zehn-Milliarden-Euro-Marke bei verwalteten Kundengeldern

Die Zahl habe sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt, erklärt die Investmentplattform, und verweist auf das breite Produktangebot. Allerdings musste das Unternehmen jüngst auch mit Problemen aufgrund eines Datenlecks kämpfen.

Erik Podzuweit, Co-Gründer und Co-CEO von Scalable Capital.. | Foto: Fabian Zapatka / Scalable Capital

Die einst als Robo-Advisor gestartete Investmentplattform Scalable Capital hat die Marke von zehn Milliarden Euro an verwalteten Kundengeldern überschritten, wie das Unternehmen mitteilte. Innerhalb eines Jahres habe sich das Kundenvermögen mehr als verdoppelt. Aktuell zähle Scalable ”mehr als 600.000 Kunden”.

„Innerhalb weniger Jahre ist unser Anlagevermögen von null auf zehn Milliarden Euro gewachsen. Das ist insbesondere mit Blick auf die aktuell herausfordernde Marktlage ein herausragendes Ergebnis und zeigt, dass Anlegerinnen und Anleger ihren langfristigen Vermögensaufbau im Blick haben“, kommentiert Erik Podzuweit, Co-Gründer und Co-CEO von Scalable Capital.

ETFs bei Scalable beliebteste Anlageklasse

Wie eine jüngste Auswertung von Nutzerdaten zeige, seien ETFs ”mit Abstand die beliebteste Anlageklasse” im Broker: Zwei Drittel der Kunden investieren in börsengehandelte Investmentfonds, die Börsenindizes nachbilden.

Dabei stellt Scalable fest: Je jünger die Anlegenden, umso beliebter die Anlageform. Während knapp drei Viertel der Altersgruppe der 18- bis 26-Jährigen in ETFs investieren, beläuft sich der Anteil der über 65-Jährigen nur noch auf 60 Prozent.

Seit letztem Jahr auch Krypto-Angebot

In den vergangenen Jahren hat Scalable das Angebot ausgebaut. Ursprünglich als Robo-Advisor gestartet, launchte es 2020 einen eigenen Neobroker und Ende letzten Jahres zusätzlich ein Krypto-Angebot. Dabei können Kunden in Kryptowährungen investieren. Ein eigenes Wallet sei dabei nicht erforderlich, da die Krypto-Wertpapiere im bestehenden Depot gehalten werden.

Zuletzt hat das Unternehmen auch die Internationalisierung im europäischen Ausland vorangetrieben: Mittlerweile können auch Kunden in Frankreich, Spanien, Italien und Österreich das Broker- und Krypto-Angebot in Anspruch nehmen. Damit erreicht das Unternehmen nach eigenen Angaben 60 Prozent der Bevölkerung in der Europäischen Union.

Scalable Capital expandiert nach Frankreich und Spanien

Es läuft aber längst nicht alles rund für die Plattform - jüngst musste Scalable aufgrund eines Datenlecks bei sensiblen Nutzerdaten einen niedrigen vierstelligen Betrag an Schadensersatz zahlen.

Scalable Capital zahlt für Datenleck

Mehr von FinanzBusiness

Erst kommt der Blackout, dann steht die Bargeldversorgung auf der Kippe

Stromausfall, Überflutung, Erdbeben: Hält die Bargeldversorgung einer Katastrophe stand? Dieser Frage geht in Potsdam ein Projekt von Geschäftsbanken, Bundesbank, Wissenschaft, Wirtschaft und Regierung nach, das jetzt auf der Zielgeraden ist. FinanzBusiness sprach mit den Verantwortlichen.

Die Kosten für die Geldwäsche-Prävention explodieren

Seit 2019 ist die Summe, die im deutschen Finanzsektor für Prävention und Bekämpfung der Finanzkriminalität ausgegeben wird, um 30 Prozent gestiegen. Die steigende kriminelle Bedrohung, immer höhere regulatorische Erwartungen sowie das steigende geopolitisches Risiko treiben die Entwicklung.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen