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Hypoport steigert seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 23 Prozent

Das Segment Kreditplattform stieg mit 29 Prozent am stärksten. Konzernchef Ronald Slabke rechnet mit längeren Vermarktungszyklen bei privaten Immobilienfinanzierungen im zweiten Halbjahr.

Ronald Slabke. | Foto: Hypoport SE

Trotz der schwierigen Marktsituation hat Hypoport im ersten Halbjahr 2022 seinen Konzernumsatz um 23 Prozent auf 262,5 Mio. Euro gesteigert. Dabei konnten nach Angaben des Technologienetzwerks alle vier Segmente der Immobilienplattform mit prozentual zweistelligen Wachstumsraten zwischen 14 und 29 Prozent beigetragen.

Zwölf Prozent Plus beim EBIT im Privatkundensegment

Das Segment Kreditplattform machte dabei mit einem Zuwachs von 29 Prozent den größten Satz nach oben. Im Segment Privatkunden hat das Unternehmen mit Sitz in Lübeck die Umsätze um 14 Prozent auf 78 Mio. Euro gesteigert. Das EBIT des Segments stieg um zwölf Prozent auf 14 Mio. Euro.

Im Segment Immobilienplattform wurden die Umsatzerlöse um 24 Prozent auf 35 Mio. Euro gesteigert. Wobei die Wachstumsdynamik nach fünf Prozent in 2020 und 2021 weiter deutlich anstieg. Hauptgründe waren ein ungewöhnlich starkes operatives Geschäft der Finanzierungsplattform aufgrund ”gestiegener Abschlussneigung der Wohnungswirtschaft in Folge des Zinsanstiegs”, wie es wörtlich in der Mitteilung des Unternehmens heißt und ein massiver Geschäftsausbau der Bewertungsplattform Value AG.

Das EBIT des Segments liegt mit einem Verlust von einer Mio. Euro immer noch im negativen Bereich. Grund dafür seien die ”weiter hohen Zukunftsinvestitionen”, wie es hieß.

Unser wichtigstes Marktumfeld, das der privaten Immobilienfinanzierung, war im ersten Halbjahr 2022 durch einer Reihe von veränderten negativen Rahmenbedingungen wie Zinssteigerungen, drohende Rezession, Ressourcenmangel in der Bauindustrie sowie schlecht koordiniertes Förderungsmanagement der Bundesregierung geprägt.

Ronald Slabke, Vorstandsvorsitzender der Hypoport

”Unser wichtigstes Marktumfeld, das der privaten Immobilienfinanzierung, war im ersten Halbjahr 2022 durch einer Reihe von veränderten negativen Rahmenbedingungen wie Zinssteigerungen, drohende Rezession, Ressourcenmangel in der Bauindustrie sowie schlecht koordiniertes Förderungsmanagement der Bundesregierung geprägt”, sagte Ronald Slabke, Vorstandsvorsitzender der Hypoport. All dies habe man aber schon in der Vergangenheit erlebt. ”Die Kombination der genannten hemmenden Marktfaktoren könnte zu längeren Vermarktungszyklen für Immobilienfinanzierungen im zweiten Halbjahr führen.”

Die Hypoport ist die Muttergesellschaft der Hypoport-Gruppe. Sie gruppiert sich in die Segmente Kreditplattform, Privatkunden, Immobilienplattform und Versicherungsplattform.

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