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Neobroker Naga korrigiert Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2021 und 2022

Aufgrund der Turbulenzen am Kryptomarkt muss der Neobroker seine Erwartungen nach unten schrauben, CEO Benjamin Bilski bleibt dennoch selbstbewusst: Probleme gebe es zwar, ”aber man kann jetzt nicht sagen, dass plötzlich alles dem Untergang geweiht ist”, betont er in einem Post auf Linkedin.

Benjamin Bilski, CEO von Naga. | Foto: NAGA

Der börsennotierte Neobroker Naga, der offiziell unter ”The NAGA Group AG” firmiert, muss seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für die Jahre 2021 und 2022 korrigieren. Dabei bezieht sich das Unternehmen auf die im Rahmen der Ad-hoc-Mitteilung vom 13. Januar 2022 gemeldeten Zahlen.

Neobroker Naga verdoppelt 2021 seinen Umsatz

Aufgrund der Turbulenzen am Kryptomarkt, bei der die Kurse sämtlicher Kryptowährungen innerhalb von Wochen deutlich an Wert verloren haben, muss Naga die entsprechenden Positionen - wie den Eigenhandel mit und die zum Bilanzstichtag gehaltenen Bestände von Kryptowährungen - korrigieren. Das habe zur Folge, dass der Vorstand die zuletzt gemeldeten vorläufigen Konzernumsatzerlöse von 55,3 Mio. Euro (Vj. 24,4 Mio. Euro) für 2021 auf die ursprüngliche erwartete Bandbreite von 50 Mio. bis 52 Mio. Euro herabsetzen muss - wobei auch ein ”leichtes Übertreffen” dieser Spanne möglich sei.

EBITDA 2021 zwischen 2,5 und fünf Mio. Euro erwartet

Noch deutlicher fällt die Korrektur beim Ergebnis aus. Hier muss der Vorstand das zuletzt gemeldete, vorläufige Konzern-EBITDA (Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 12,8 Mio. Euro auf eine Spanne von 2,5 Mio. bis 5,0 Mio. Euro herabsetzen (ursprünglich prognostizierte Bandbreite: 13 Mio. bis 15 Mio. Euro; Vj. 6,6 Mio. Euro).

Zudem hat der Vorstand die Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr zurückgenommen. Bislang waren für 2022 Konzernumsatzerlöse zwischen 95 Mio. und 105 Mio. Euro sowie ein Konzern-EBITDA zwischen 25 Mio. und 30 Mio. Euro erwartet worden. Eine konkrete Prognose sei derzeit nicht möglich.

CEO gibt sich auf Linkedin selbstbewusst

Benjamin Bilski, CEO von Naga, meldete sich auch auf seinem persönlichen Profil auf dem Karrierenetzwerk Linkedin zu Wort. In einem langen Post in englischer Sprache schrieb er unter anderem: ”In der Tat haben wir eine höhere Rentabilität und einen höheren Beitrag unseres Kryptosegments erwartet, aber man kann jetzt nicht sagen, dass plötzlich alles dem Untergang geweiht ist. Es stimmt, dass sich der Markt noch vor wenigen Monaten an einem ganz anderen Ort befand. Alle waren optimistisch, die Märkte hatten Allzeithochs erreicht. Mehrere Ereignisse - insbesondere der Krieg - haben jedoch eine neue Realität geschaffen.”

In der Tat haben wir eine höhere Rentabilität und einen höheren Beitrag unseres Kryptosegments erwartet, aber man kann jetzt nicht sagen, dass plötzlich alles dem Untergang geweiht ist.

Benjamin Bilski, CEO von Naga

Zudem wies Bilski auf die breite Produktpalette von Naga hin: ”Wir haben unser Produktsegment erweitert und verfügen mit NAGA Trader, NAGAX und NAGA Pay über ein ganzheitliches Plattform-Ökosystem. Wir decken den Handel, den Zahlungsverkehr und die Kryptowährungen ab - alles reguliert in jedem Vertical mit einem sehr starken Produktangebot. Das ist ein Vermögenswert, das ist ein Wert, der aufgebaut wurde und letztendlich ist das unser USP.”

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