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Apple finanziert BNPL-Angebot aus der eigenen Bilanz

Der I-Phone-Hersteller will seinen im Herbst geplante Angriff auf den ”Später-Bezahlen”-Markt aus eigener Tasche bezahlen. Die Kunden-Identifizierung übernimmt eine Tochtergesellschaft.

Apple Pay Later Logo auf einem Display | Foto: picture alliance / NurPhoto | Jakub Porzycki

Apple will sein neues Ratenzahlungsangebot aus der eigenen Tasche finanzieren. Geplant sei, die Ratenzahlungen aus der eigenen Bilanz zu stemmen, teilte der US-Technologiekonzern mit.

Erst am Montag hat Apple angekündigt, noch in diesem Jahr in den USA in das Geschäft mit Ratenzahlungen (Buy now, pay later - BNPL) einzusteigen. Nutzer sollen Geldsummen in bis zu vier Einzelzahlungen in sechs Wochen aufteilen können - ohne Zinsen und Gebühren.

Apple steigt ins BNPL-Geschäft ein

Für die Überprüfung der Kreditwürdigkeit und Erteilung der Darlehen soll eine Apple-Tochtergesellschaft verantwortlich sein. Starten wird der neue Service im Herbst dieses Jahres unter dem Namen Apple Pay Later, wenn die neue iPhone-Software iOS 16 veröffentlicht wird.

Boomender BNPL-Markt

Mit dem Angebot macht der iPhone-Hersteller unter anderem Klarna, Affirm, Block (Square) und Afterpay Konkurrenz. In der Corona-Krise boomte das Geschäft mit Ratenzahlungen (Buy now, pay later - BNPL), allerdings mehren sich auch die Stimmen, die mehr Regulierung der Angebote fordern, da sich angesichts steigender Zinsen und hoher Inflation Tilgungsprobleme einzelner Kunden abzeichnen.

Verbraucherschützer fordern klarere Regeln im Zahlungsverkehr

Im BNPL-Markt stehen die Zeichen weiter auf Wachstum

BNPL-Konkurrent Klarna hatte zuletzt angekündigt zehn Prozent der Belegschaft entlassen zu wollen, da das Unternehmen seinen Schwerpunkt von Wachstum auf Rentabilität verlagert. Einige Investoren befürchten, dass die Bewertung von Klarna in Höhe von 46 Mrd. Dollar gesenkt wird, da das Unternehmen nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten sucht.

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