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Wallstreet-Online macht 2021 Verlust

Trotz eines Umsatzwachstums von 71 Prozent stand auf Konzernebene unterm Strich ein Jahresfehlbetrag. Aufgrund der vollständigen Akquisition der Wallstreet-Online Capital AG weist das Unternehmen zudem Proforma-Zahlen aus.

Matthias Hach, CEO von Wallstreet-Online. | Foto: Wallstreet-Online AG

Wallstreet-Online, Betreiber eines Online-Brokers und diverser Finanznachrichtenportale, hat trotz eines mehr als verdoppelten Umsatzes 2021 einen Verlust verbucht. Der Jahresüberschuss sank von 3,6 Mio. in 2020 auf einen Fehlbetrag von 0,5 Mio. Euro. Das zeigt der nun veröffentliche testierte Konzernabschluss.

Dabei waren die Umsatzerlöse des Konzerns um 71 Prozent auf rund 48 Mio. Euro gestiegen. Sowohl Material- als auch Personalkosten erhöhten sich ebenso deutlich: Der Materialaufwand stieg um 91,9 Prozent, der Personalaufwand um 57,5 Prozent. So stand unter dem Strich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 0,3 Mio. Euro.

Der Proforma-Umsatz der Gruppe lag etwas höher bei 51,4. Mio. Euro, was einem Wachstum von 82 Prozent zum Vorjahr entspricht. Die Wallstreet-Online AG als Muttergesellschaft hat kürzlich 100 Prozent der Wallstreet-Online Capital AG - Betreiberin des Smartbroker - übernommen, zuvor hielt sie rund 38 Prozent.

Entsprechend weist der Konzern im Geschäftsbericht Proforma-Zahlen ab dem 1. Januar 2021 aus. Im Konzernabschluss ist dies lediglich ab dem 1. August 2021 der Fall, da die Übernahme der Kontrollmehrheit formalrechtlich zu diesem Zeitpunkt erfolgte.

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