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Coinbase läutet Beta-Phase für NFT-Plattform ein

Nach der Ankündigung im vergangenen Jahr kann nun ein begrenzter Kreis von Interessenten die Handelsplattform für Non-fungible Token testen - zunächst ohne Transaktionsgebühren.

Logo von Coinbase | Foto: Coinbase

”gm NFT Community” - mit diesen Worten wandte sich Sanchan Saxena, Vice President for Ecosystem Products der Krypto-Handelsplattform Coinbase, in einem Blogpost an die Öffentlichkeit. ”gm” ist eine beliebte Grußformel unter Krypto- und Web3-Fans und steht als simple Abkürzung für ”good morning”.

Anlass des Blogbeitrags ist die nun gestartete Beta-Phase für die hauseigene NFT-Plattform. Auf der Handelsbörse können die ”Non-fungible Token” - also digitale Echtheitsnachweise, die auf der Blockchain hinterlegt sind - gehandelt werden.

Zunächst keine Transaktionsgebühren

”Ab heute kann jeder die erste Version von Coinbase NFT unter nft.coinbase.com ausprobieren und die umfangreiche Sammlung von NFTs auf der Ethereum-Blockchain erkunden. Beta-Tester können ein Coinbase NFT-Profil erstellen, um NFTs zu kaufen und zu verkaufen, indem sie eine beliebige selbstverwahrende Wallet verwenden, sei es die Coinbase Wallet oder eine andere”, erklärt Saxena.

Für eine begrenzte Zeit werde es keine Coinbase-Transaktionsgebühren geben. Nach und nach werde Coinbase allerdings Gebühren einführen, ”die den Web3-Industriestandards entsprechen werden”, heißt es.

”Wir beginnen mit einer kleinen Gruppe von Beta-Testern, die je nach ihrer Position auf unserer Warteliste eingeladen werden. Wir starten mit dem Anfang der Warteliste und öffnen den Zugang nach und nach für weitere Personen”, kündigt Saxena an.

NFTs sind umstritten - und im Preis volatil

NFTs sind unter Marktbeobachtern umstritten. Manche sehen darin einen Hype und die Gefahr, dass Betrüger die neuartigen Produkte nutzen, um sich zu bereichern - so wies Kim Grauer vom Datendienstleister Chainalysis auf das Betrugspotenzial der Token hin.

NFT locken Betrüger an

Laut Philipp Sandner, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, sind NFTs oftmals digitale Statussymbole. Alexander Braun von Capco hingegen wies im Gespräch mit FinanzBusiness auf das Potenzial der Technologie zur Tokenisierung digitaler Vermögenswerte hin, das weit über den Kunstmarkt oder Hype-Objekte hinausgehe.

NFTs: Statussymbol, Spekulationsobjekt, Schlüssel zu digitalen Wertschöpfungsketten

Zuletzt waren die Preise für einzelne NFTs stark gesunken. So hatte der Käufer des ersten Tweets von Twitter-Gründer Jack Dorsey in NFT-Form, der diesen für 2,9 Mio. Dollar erworben hatte, bei der jüngsten Auktion zum Verkauf gerade einmal sieben Angebote in der Spanne von 0,0019 bis 0,09 ETH, also rund 6 bis 280 Dollar, erhalten.

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