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Warum Scalable Capital Kryptowährungen anbietet - aber auch davor warnt

Der Neobroker wird sogannte Exchange-Traded-Products (ETPs) für den Einstieg in Kryptowährungen anbieten. Dabei greift er auf die Dienste des Partners Coinshares zurück.

Das Kryptoangebot von Scalable Capital | Foto: Scalable Capital

Das Münchner Fintech Scalable Capital steigt in das riskante Geschäft mit Kryptowährungen ein. Man werde den Kunden ermöglichen, in Bitcoin, Ethereum und andere digitale Coins zu investieren, kündigte Firmen-Mitbegründer Erik Podzuweit an.

Der Handel findet über regulierte Marktplätze im Rahmen der regulären Handelszeiten statt, entweder über Xetra, also die Deutsche Börse, oder über Gettex von der Börse München. Für das neue Angebot greift Scalable auf die Dienste von Coinshares zurück. Der Partner bietet mit seinen Exchange-Traded-Products (ETPs) auf Kryptowährungen einen Zugang zu digitalen Vermögenswerten in einer regulierten und sicheren Umgebung. Krypto-ETPs halten die jeweiligen Währungen wie Bitcoin, Ethereum & Co. in gesicherten Cold-Wallets bei regulierten Verwahrstellen.

ETPs statt eigener Wallet

Damit wählt Scalable einen etwas anderen Weg als die Konkurrenz, die zum Teil auch den direkten Handel von Bitcoin & Co über separate digitale Geldbörsen (Wallets) ermöglicht. Zuvor hatten bereits deutsche Fintechs wie Trade Republic, Nuri (Bitwala) und Vivid ihren Kunden ermöglicht, Geld in Kryptowährungen anzulegen. International dominieren große Kryptobörsen wie Coinbase und Binance. Unter den traditionellen Geldinstituten in Deutschland zeigten zuletzt die Sparkassen ein Interesse daran, ihren Kunden einen Zugang zu Kryptowährungen zu ermöglichen.

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Ähnlich wie bei Trade Republic und Vivid müssen Kunden bei Scalable keine Wallet für die Verwahrung der Digitalmünzen anlegen, man hat sich für die Lösung über ETPs entschieden - wohl auch wegen des Risikos, das im Handel mit Kryptowährungen steckt.

Podzuweit: Enorm hohe Risikoklasse

Auch wenn man daran glaube, dass die damit verbundene Technologie der Blockchain Bestand habe und Teil des Alltags werde, müsse man das Risiko sehen, sagte Firmen-Mitgründer Erik Podzuweit. "Ich kenne keine Anlageform, die so großen Schwankungen unterworfen ist, wie den Kryptobereich. Eine so große Bewegung, bei der es auch mal 20 Prozent an einem Tag nach unten gehen kann, gibt es sonst nicht am Wertpapiermarkt." Dennoch hätten sich Kryptowährungen als Anlageklasse in einem ausgewogenen Portfolio etabliert und würden von jüngeren Kunden zunehmend stark nachgefragt.

"Krypto ist eine enorm hohe Risikoklasse. Daher rate ich Freunden und Verwandten dazu, mit einem sehr kleinen Anteil des Gesamtvermögens einzusteigen.

Erik Podzuweit, Gründer von Scalable Capital

"Krypto ist eine enorm hohe Risikoklasse", sagte Podzuweit. "Daher rate ich Freunden und Verwandten dazu, mit einem sehr kleinen Anteil des Gesamtvermögens einzusteigen." Dabei müsse der zeitliche Anlagehorizont auch sehr langfristig angelegt sein. "Wenn man nicht 10 Jahre mindestens auf sein Geld verzichten kann, dann sollte man eher nicht in den Kryptobereich einsteigen."

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