FinanzBusiness

Linus Digital Finance strebt Listing im General Standard in Frankfurt an

Die Handelseinführung der Plattform für Immobilienfinanzierungen ohne begleitendes öffentliches Angebot oder Privatplatzierung von Aktien ist für kommende Woche geplant.

David Neuhoff, CEO (links), Frederic Olbert, CFO (rechts) | Foto: Linus Digital Finance

Die Berliner Immobilienfinanzierungsplattform Linus Digital Finance strebt ein Listing im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) an. Abhängig von der Zulassungsentscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) werde die Handelseinführung am oder um den 19. Mai 2021 erwartet.

Vom Listing erhofft sich die Gesellschaft "zusätzliche Sichtbarkeit bei potenziellen institutionellen Investoren", so David Neuhoff, Gründer und CEO, in der Mitteilung. Derzeit liegt der Streubesitz bei rund 25,6 Prozent, ergänzte ein Sprecher von Linus auf Nachfrage von FinanzBusiness.

Das 2016 gegründete Fintech bietet institutionellen Investoren sowie professionellen und semiprofessionellen Privatanlegern als Co-Investoren Zugang zu einer breiten Palette von Immobilienfinanzierungen. Die Fonds werden von einer Tochtergesellschaft der Linus Digital Finance verwaltet, die als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) von der BaFin beaufsichtigt wird. Das Ebitda für 2020 gibt die Gesellschaft mit 3,9 Mio. Euro an.

Volumina von bis zu 100 Mio. Euro

Die Volumina variieren dabei zwischen ca. drei und 100 Mio. Euro bei Laufzeiten zwischen ca. sechs und 48 Monaten. Die von der Linus Digital Finance AG verwalteten Fonds und Investmentgesellschaften haben gemeinsam mit Co-Investoren seit der Gründung 2016 knapp 600 Mio. Euro, davon rund 450 Mio. Euro von Co-Investoren, in Immobilienprojekte investiert und damit ein Projektvolumen von insgesamt über 1,5 Mrd. Euro finanziert. An die Investoren der Linus Digital Finance seien seit der Gründung rund 35 Mio. Euro Zinsen ausgeschüttet worden, heißt es weiter.

Als sogenannter Listing Agent hat Linus Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG mandatiert.

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