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N26 erreichen monatlich 10.000 Bewerbungen

Die Challenger-Bank hatte im ersten Halbjahr 2020 wegen der Corona-Pandemie Einstellungsstopp, die Zahl der Angestellten sank. Auch im Management gibt es zahlreiche Veränderungen. Nun werden wieder neue Kollegen gesucht.

N26-CEO Valentin Stalf | Foto: picture alliance / HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com | HANS KLAUS TECHT

Die Neobank N26 hat wegen der Corona-Pandemie bei ihren Personalaufbau pausieren müssen. Dies teilte Lars Müller, Sprecher des Berliner Unternehmens FinanzBusiness mit.

Vorausgegangen war ein Bericht vom Online-Medium FinanceFWD, laut welchem die Angestelltenzahl vom Spitzenwert von 1500 Angestellten im Jahr 2019 auf zuletzt 1165 zurückgegangen sein soll.

Diese Zahl wollte Müller auf Nachfrage von FinanzBusiness nicht bestätigen. Es stimme allerdings, dass man 2020 unterm Strich weniger Angestellte gehabt habe.

Kein Stellenabbau

Müller erklärt die Entwicklung damit, dass auslaufende Verträge oder für Projektarbeiten eingestellte Personen nicht verlängert oder neu besetzt wurden. Stellenabbau habe es aber nicht gegeben.

Zudem war ein Großteil der ausgeschriebenen Stellen im ersten Halbjahr 2020 auf on hold.

Lars Müller, Sprecher N26

"Zudem war ein Großteil der ausgeschriebenen Stellen im ersten Halbjahr 2020 auf on hold", so Müller zu FinanzBusiness weiter.

N26 verbrennt 2020 abermals dreistelligen Millionenbetrag

Mittlerweile habe sich die Situation aber wieder normalisiert. Bereits im vierten Quartal habe N26 wieder "kräftig eingestellt". In den vergangenen zwei Monaten im laufenden Jahr haben erste neu eingestellte Kräfte im Unternehmen ihre Arbeit aufgenommen. Allerdings schlägt sich der Aufbau vor allem in Kapazitäten bei externen Partnern nieder. Vor allem im Bereich Kundenservice, habe man neue Angestellte gefunden, erzählt Müller FinanzBusiness.

10.000 Bewerbungen pro Monat

Im Bereich Technologie und Produkt sucht N26 demnach zudem aktuell rund 200 neue Angestellte. Insgesamt erreichen das Institut rund 10.000 Bewerbungen pro Monat.

Die Attraktivität von N26 hat nicht gelitten.

Lars Müller, Sprecher N26

"Die Attraktivität von N26 hat nicht gelitten", sagt Müller. Den absoluten Höhepunkt habe man im Jahr 2019 mit rund 150.000 Bewerbungen erlebt.

Die hohe Fluktuation hatte auch der ehemaligen Personalchefin Noor van Booven missfallen. Sie hatte vor ihrem Abgang Ende 2020 in einem Interview berichtet, dass zeitweise alle zwei Wochen 75 neue Angestellte eingearbeitet werden mussten.

Personalchefin geht nach sechs Monaten

Auf van Booven folgte im Oktober 2020 Diana Styles, sie war zuvor Senior Vice President of Human Ressources bei Adidas. Doch auch sie macht wieder Schluss, wie Müller FinanzBusiness bestätigt. Styles werde das Unternehmen Ende März verlassen.

"Wir sind zuversichtlich, dass die Position bald wieder besetzt ist", so Müller. Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger laufe bereits. Interimsweise werde CEO Valentin Stalf die Aufgaben übernehmen.

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