FinanzBusiness

Swift schließt sich Ecosystem des Tech-Quartiers an

Der Anbieter für die Übermittlung von Finanzinformationen setzt auf die Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Fintechs-Hub und den Input der Gründer. Die Kooperation ist aber auch vor dem Hintergrund des europäischen Großprojekts Gaia-X interessant.

Sebastian Schaefer, Geschäftsführer von Tech-Quartier | Foto: TechQuartier

Der 2016 gegründete Fintech-Hub, Tech-Quartier, hat einen neuen Partner gewinnen können: Der genossenschaftliche Anbieter von sicheren Finanznachrichtendiensten, Swift, schließt sich an.

"Mit Swift begrüßen wir einen starken Partner aus der Finanzdienstleistungsbranche in unserer Community. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit zu vertiefen und neue Wege zu erkunden, um Innovationen innerhalb unserer Organisation und in unserem Netzwerk voranzutreiben, um Daten-Ökosysteme und plattformbasierte Geschäftsmodelle der nächsten Generation zu gestalten", erklärt Sebastian Schaefer, Geschäftsführer von Tech-Quartier, in der entsprechenden Mitteilung.

Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit zu vertiefen und neue Wege zu erkunden, um Innovationen innerhalb unserer Organisation und in unserem Netzwerk voranzutreiben, um Daten-Ökosysteme und plattformbasierte Geschäftsmodelle der nächsten Generation zu gestalten.

Sebastian Schaefer, Geschäftsführer von Techquartier

Durch die Kooperation will man seitens des Hubs Einblicke in die Welt des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs und Innovationen rund um Cloud, APIs, digitale Identität, Cybersecurity, Daten und Künstlicher Intelligenz gewinnen.

Pionierarbeit für Gaia-X

Es ist zu vermuten, dass die Kooperation auch vor dem Hintergrund des durch den Bund an Hessen beauftragte Pionierarbeit beim Projekt Gaia-X geschlossen wurde. Mit dem europäischen Großprojekt will die EU die Abhängigkeit von Amazon, Microsoft und Google verringern. Ziel ist ein Verbundsystem bestehender Cloudanbieter.

Hierfür wird, angestoßen vom Wirtschaftsministerium in Wiesbaden, der Aufbau eines Finanzdatenclusters vorangetrieben, um so beispielsweise die Bekämpfung von Geldwäsche zu erleichtern und Insidergeschäfte an der Börse zu erschweren. Die Leitung dafür liegt beim Tech-Quartier. Am Ende soll eine bundesweite Plattform stehen. Die Bundesförderung beträgt 10 Mio. Euro.

Swift will an Fintech-Ideen andocken

Swift wiederum erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit dem Quartier mit Gründern Zugang zu neuen Ideen, Technologien und den Fintechs. Darüber hinaus könne Swift zusammen mit anderen Techquartier-Mitgliedern bei kommenden Matchmaking-Events und Open Innovation Challenges zusammenzuarbeiten, heißt es zur Kooperation.

Wir freuen uns, durch unser Engagement im Tech-Quartier zur Entwicklung des deutschen FinTech-Sektors beizutragen.

Jürgen Marstatt, Head of Swift Germany, Austria & Europe Central

"Wir freuen uns, durch unser Engagement im Tech-Quartier zur Entwicklung des deutschen FinTech-Sektors beizutragen", sagte Jürgen Marstatt, Head of Swift Germany, Austria & Europe Central, in der Mitteilung.

Das Tech-Quartier agiert als branchenübergreifende Plattform und bringt Startups und etablierte Unternehmen zusammen. Es hat bereits zahlreiche andere Partner aus dem Bankensektor: Darunter beispielsweise die Landesbank Hessen-Thüringen, die Deutsche Bank, die Commerzbank, die ING, Die DZ Privatbank, die Aareal Bank, aber auch Institutionen wie die Bundesbank, das Fraunhofer Institut und die Goethe Universität Frankfurt.

Mitglied sind außerdem nach Angaben des Hubs rund 100 Fintechs in verschiedenen Entwicklungsphasen.

Bundesbank geht auf Tuchfühlung mit Fintechs 

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